Nielsen: Bruttomarkt wächst um 4,4 Prozent – online erstmals inklusive

Mittwoch, 10. Februar 2010
Nielsen weist das Internet erstmals mit den Above-the-line-Medien aus
Nielsen weist das Internet erstmals mit den Above-the-line-Medien aus

Bedeutende Änderung in der Nielsen-Werbestatistik: Aufgrund der tragenden Rolle des Mediums Internet für die Werbebranche weist Nielsen Media Research die Onlinespendings ab sofort als Bestandteil der Above-the-Line-Medien aus. Im Januar macht sich das wie folgt bemerkbar: rund 1,56 Milliarden Euro investierten die Werbungtreibenden in klassische Medien - online inklusive. Damit wächst der Bruttomarkt gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,4 Prozent. Bereinigt auf die im Vergleichszeitraum erfassten Medien ergibt sich ein kaum geringfügigeres Plus von 4,3 Prozent. Die Spendings entfallen auf die Medien wie folgt: 596 Millionen Euro und damit knapp 40 Prozent des Kuchens flossen ins TV, das mit einem Plus von 16,8 Prozent das zweitstärkste Bruttowachstum verzeichnet. Weitere 397 Millionen Euro verbuchten die Zeitungen (-4,6 Prozent), 274 Millionen die Publikumstitel (0,8 Prozent),  127 Millionen Euro wanderten ins Internet (12,5 Prozent) und knapp 87 Millionen Euro ins Radio (-7,5 Prozent).

Größter Verlierer ist das Medium Plakat mit Einnahmen in Höhe von 52 Millionen Euro und einem Minus von 17,9 Prozent. Dahinter folgen noch die Fachzeitschriften (31 Millionen Euro / -9,2 Prozent) und - als relativ größter Gewinner - das Kino (5 Millionen Euro / 94,2 Prozent).

Die mit Abstand werbefreudigste Branche ist nach wie vor der Handel. Knapp 180 Millionen Euro steckten Media-Markt, Aldi, Edeka und Co im Januar in Werbung. Abgeschlagen auf Platz 2 liegen die Zeitungen. Rund 96 Millionen Euro steckten die Blattmacher in Reklame für die eigene Gattung. Dahinter folgt der Pkw-Markt mit 89 Millionen Euro und - im deutlichen Plus von 15,6 Prozent - die Pharmabranche (76 Millionen Euro). mh
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