Nielsen: Brutto-Spendings wachsen im Januar um 2,4 Prozent

Freitag, 11. Februar 2005

Die Bruttowerbeinvestitionen in Deutschland sind im ersten Monat des neuen Jahres nur geringfügig gewachsen: Laut den Daten des Hamburger Marktforschungsunternehmens Nielsen Media Research haben die Brutto-Spendings im Januar um 2,4 Prozent auf 1,23 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahresmonat zugelegt.

Weiter an der Spitze der Werbungtreibenden behaupten sich die Technik- und Lebensmitteldiscounter: Die Bruttowerbeausgaben von Media-Markt, Aldi und Co stiegen um 0,5 Prozent im Vergleich mit dem Januar 2004. "Die Discounter setzen ihre Expansionsstrategie in allen Dimensionen fort. Media ist eine dieser Dimensionen", urteilt Ludger Vornhusen, Geschäftsführer der Nielsen Media Research.

Den schwachen Trend des Vorjahres setzen im Januar hingegen die Autobauer fort: Ihre Bruttowerbeinvestitionen sinken um 1,4 Prozent auf 104,8 Millionen Euro. Härter beschnitt hingegen die Pharmaindustrie ihre Budgets - hier schrumpften die Ausgaben im Vergleich zum Januar 2004 um 10,2 Prozent. Positive Trends zeigen sich bei Milchprodukten (plus 31,2 Prozent) sowie Foto- und Optikgeräten (plus 161,8 Prozent).

Erneut verbuchte das Fernsehen im Januar 2005 mit 459 Millionen Euro (plus 1,6 Prozent) die höchsten Werbeumsätze in den klassischen Medien. Die Werbeeinnahmen der Tageszeitungen wuchsen um 5,9 Prozent auf 348 Millionen Euro. Publikumszeitschriften verzeichneten bei einem Werbeumsatz von 275 Millionen Euro einen Verlust von 5,6 Prozent gegenüber Januar 2004.

Besonders auffällig indes war der Bereich Radio, der im Januar 2005 ein Wachstum von 28,6 Prozent auf 83 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahresmonat erzielen konnte. Die Werbeeinnahmen von Fachzeitschriften wuchsen um 7,0 Prozent auf 37 Millionen Euro, wohingegen Plakat einen Verlust von 6,4 Prozent auf knapp 30 Millionen Euro verzeichnete. jh
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