Nielsen: Abverkaufsaktionen sorgen für Werbeplus

Freitag, 14. Januar 2005

Die Bruttowerbeinvestitionen in den klassischen Medien betragen für das Jahr 2004 rund 18,2 Milliarden Euro. Dies entspricht im Vorjahresvergleich einer Steigerung von fast einer Milliarde Euro beziehungsweise 5,8 Prozent. "Das Wachstum des Gesamtmarktes kommt durch Werbung zustande, deren Zielsetzung kurzfristig ist, zum Beispiel Abverkauf. Sie löst damit die markenbildende Werbung als wichtigste Werbeform endgültig ab. Dieser Trend wurde in allen Mediengattungen aufgenommen, die sämtlich mit einem Plus abschließen," interpretiert Ludger Vornhusen, Geschäftsführer von Nielsen Media Research, die Ergebnisse. Besonders deutlich zeigt sich diese Entwicklung innerhalb der Werbung des Handels. Erneut steigerten die Lebensmittel-Discounter ihr Werbevolumen um 60 Millionen Euro auf nunmehr 740 Millionen Euro.

Die Bruttowerbeinvestitionen verteilten sich auf die einzelnen Mediengattungen dabei folgendermaßen: Die Fernsehwirtschaft verbuchte mit 7,7 Milliarden Euro erneut die höchsten Werbeumsätze in den klassischen Medien. Dies entspricht einem Wachstum von 3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Werbeeinnahmen der Tageszeitungen wuchsen um 10,7 Prozent auf 4,5 Milliarden Euro, wobei Rubrikenanzeigen in der Nielsen-Media-Research-Statistik nicht einbezogen werden. Publikumszeitschriften verzeichneten bei einem Werbeumsatz von knapp 3,9 Milliarden Euro einen Anstieg von 3,8 Prozent gegenüber 2003. Vornhusen zur weiteren Entwicklung des Marktes: "Der Umbruch des Werbemarktes ist nicht abgeschlossen und wird sich in 2005 fortsetzen. Für 2005 gehen wir daher laut der aktuellen Ergebnisse des Nielsen-Prognosemodells von einem Wachstum von rund 5 Prozent aus." kj
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