Nielsen: 2,5 Milliarden Euro für Werbesendungen

Donnerstag, 28. Oktober 2010
-
-

Der direkte Kontakt zum Kunden gewinnt in Deutschland weiter an Bedeutung. Rund 38,6 Prozent der Werbungtreibenden in Deutschland bewarben im ersten Halbjahr 2010 ihre Produkte und Dienstleistungen per Direct Mail. Insgesamt investierten die Unternehmen in den ersten drei Quartalen des Jahres 2,5 Milliarden Euro. Das zeigt eine aktuelle Auswertung von Nielsen. Damit liegt der Anteil von Direct Mail am gesamten Bruttowerbedruck aktuell bei rund 12,8 Prozent. Einen höhereren Bruttowerbedruck ermittelten die Hamburger Marktforscher in den ersten drei Quartalen des Jahres nur für die Fernsehwerbung sowie für die Werbung in Zeitungen registriert. Im Bundesdurchschnitt investierten die Werbungtreibenden 43 Euro pro Haushalt für den Versand der Werbesendungen. Besonders hoch lag der monetäre Werbedruck dabei in Bayern. Vor allem für Versandhändler mit Spendings in Höhe von 987 Millionen Euro brutto und Handelsorganisationen mit 608 Millionen Euro ist die Kundenansprache per Post nach wie vor ein Muss. Platz drei im Ranking nimmt die Branche "Möbel und Einrichtungen" ein, die einen Bruttowerbedruck von 150,4 Millionen Euro generierte.

Die Dominanz des Handels spiegelt sich auch im Ranking der Top-Werber wieder. Spitzenreiter ist Real Warenhaus (68,2 Millionen Euro) vor Versandhändler Otto (64,6 Millionen Euro). Discountriese Lidl liegt mit 61,8 Millionen Euro auf Platz drei. Bei den eingesetzten Instrumenten setzen Direct Mail-Werber  mit 814 Millionen Euro auf den Brief und auf Prospekte. Hierfür gaben die Unternehmen rund 806 Millionen Euro aus. Aber auch der Katalog spielt im Mediamix mit Spendings in Höhe von651 Millionen Euro nach wie vor eine tragende Rolle.

Dass Direct Mail nach wie vor eine tragende Rolle in der Kommunikationssstrategie spielt, hängt mit den Responsequoten zusammen. Laut Nielsen haben die Bundesbürger in den ersten neun Monaten 67,6 Prozent aller Werbesendungen gelesen. Fast ein Drittel der Haushalte (32,4 Prozent) fand die Werbepost interessant, rund 8 Prozent wollten darauf reagieren und weitere 14,5 Prozent haben beabsichtigt, darauf zu reagieren.

Die von Nielsen veröffentlichten Daten werden anhand einer repräsentativen Stichprobe von 10.000 privaten Haushalten aus der Gesamtbevölkerung (Direct Mail-Panel; bis Juni 2007 bestehend aus 5.000 Haushalten) ermittelt und auf alle 39,437 Millionen private Haushalte in Deutschland hochgerechnet. mir
Meist gelesen
stats