New Yorks Bürgermeister macht gegen XXL-Softdrinks Front

Donnerstag, 31. Mai 2012
Michael Bloomberg gibt den Gesundheitsexperten. Foto: Spencer T. Tucker
Michael Bloomberg gibt den Gesundheitsexperten. Foto: Spencer T. Tucker

Die US-amerikanische Getränkelobby ist bereits in Kampfposition gegangen: New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg will Medienberichten zufolge Süßgetränke in XXL-Bechern verbieten. Das habe der 70-Jährige, der sich auch dem Kampf gegen das Rauchen verschrieben hat, auf einer Pressekonferenz verkündet. Bloomberg will laut den Meldungen Flaschen und Becher, die mehr als 16 Unzen, umgerechnet knapp 0,5 Liter, fassen, aus dem Verkehr ziehen. Das soll allerdings nur für gezuckerte Getränke gelten. Ausnahmen will er für Fruchtsäfte, Diät-Softdrinks und Getränke mit hohem Milchgehalt machen. Das Verbot, mit dem der Republikaner gegen die Fettsucht zu Felde zieht, soll gemäß der "New York Times" im März 2013 wirksam werden. Betroffen sind unter anderen Restaurants, Feinkostläden, Kinos und Verkaufsstände in Baseballstadien.

Die Getränkeindustrie erkennt in Bloomberg zumindest den falschen Initiator für solche Initiativen. "Es ist an der Zeit, dass seriöse Gesundheitsexperten Methoden entwickeln, die wirklich gegen Fettleibigkeit helfen", zitiert die „New York Times" Stefan Friedman, Sprecher der New York City Beverage Association. Teile der Branche haben bereits mit Plakaten in New Yorks Subway reagiert, um Bloombergs Offensive abzuwenden.

Bloomberg hatte im Jahr 2010 für Aufsehen gesorgt, als er mit einem Rauchverbot in Parks drohte. Sein Vorpreschen war erfolgreich: Mittlerweile gilt es außer in Restaurants und Bars auch in den 1700 Parks der Stadt sowie an Stränden und in Fußgängerzonen. fo
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