Neue Stromanbieter fordern staatliche Regulierung

Freitag, 07. Januar 2000

Nicht nur die alteingesessenen Stadtwerke fordern eine zentrale Regulierungsbehörde für den Energiemarkt, sondern auch einige der neuen Anbieter - allerdings erwarten beide Seiten Unterschiedliches von einer derartigen Instanz. Während die Stadtwerke Schutz vor allzu drastischem Preisverfall fordern, bemängelt jetzt auch der Cuxhavener Stromhändler Plambeck das Fehlen einer zentralen Regulierungsbehörde, die - ähnlich wie in der Telekommunikation - Rahmenbedingungen für Netzbetreiber und die neuen Stromanbieter festlegt. "Die neuen Anbieter sind derzeit noch der Willkür der einzelnen Netzbetreiber ausgesetzt, von denen einige viel zu hohe Durchleitungsentgelte verlangen", sagt Plambeck-Vorstandschef Wolfgang von Geldern. Das auf die Erzeugung von Windenergie spezialisierte Unternehmen erwartet in diesem Jahr aus dem neuen Geschäftsfeld Stromhandel einen Umsatz von rund 200 Millionen Mark.
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