Nestlé-Gruppe erstmals über 8 Milliarden Mark Umsatz

Mittwoch, 26. Januar 2000

Die Nestlé-Gruppe Deutschland hat im Jahr 1999 einen Rekordumsatz von rund 8 Milliarden Mark erzielt. Das Wachstum um 2,6 Prozent ist auf die positive Geschäftsentwicklung von Blaue Quellen Mineral- und Heilbrunnen zurückzuführen. Ein leichtes Umsatzplus des deutschen Nestle-Konzerns von 0,5 Prozent auf rund 6 Milliarden Mark resultiert aus dem Exportgeschäft, das um 8,4 Prozent zulegte. Der Preiskampf im deutschen Lebensmitteleinzelhandel hat sich bei Nestlé mit eine rückläufigen Inlandsgeschäft von 0,7 Prozent niedergeschlagen. Die Auslistung der Markenartikel von Nestlé Chocoladen bei Aldi hat zu einem Minus von 4,1 Prozent in dem Geschäftsbereich geführt (siehe HORIZONT 4/2000 in der morgigen Ausgabe). Im Vorfeld der Internationalen Süßwarenmesse (ISM) in Köln hat der Bundesverband der deutschen Süßwarenindustrie für die ersten drei Quartale 1999 ebenfalls ein Umsatz-, Mengen- und Produktionsminus von rund 4 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bekanntgegeben. Dazu haben drastische Exporteinbußen in Höhe von 5,7 Prozent auf 2,8 Milliarden Mark beigetragen, die vor allem auf die Krisen in der Ukraine und Russland zurückzuführen sind. Während sich die Süßwarenanbieter insgesamt optimistisch geben, rechnet Nestlé-Deutschland-Chef Hans G. Güldenberg in diesem Jahr für seinen Konzern mit ähnlichen schwierigen Rahmenbedingungen wie 1999. Schwerpunkte für 2000 sollen bei Nestlé die Faktoren Innovation und Effizienz sein.
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