Nein zur Ampelkennzeichnung: Markenverband lobt EU-Parlament

Mittwoch, 16. Juni 2010
Christian Köhler, Hauptgeschäftsführer des Markenverbands
Christian Köhler, Hauptgeschäftsführer des Markenverbands

Für den Markenverband in Berlin ist es ein wichtiges Signal zur Stärkung des mündigen Verbrauchers: Das Europäische Parlament hat heute gegen eine Ampelkennzeichnung bei Lebensmitteln entschieden. In der ersten Lesung der neuen EU-Lebensmittelinformationsverordnung votierten die Parlamentarier damit gegen eine wertende Kennzeichnung von Lebensmitteln mit den drei Signalfarben rot, gelb und grün. "Diese Weichenstellung rückt endlich praktikable Informationswege wieder ins Zentrum der Debatte", erklärt Christian Köhler, Hauptgeschäftsführer des Markenverbands. Unternehmen bieten seiner Einschätzung zufolge etwa mittels des GDA-Nährwertkompass bereits heute eine klare Orientierung. Nach Meinung des Markenverbandes seien verpflichtende Kennzeichnungen stets an Qualitätskriterien zu messen, sie müssten nützlich, einfach, objektiv, beweisbar, angemessen und vernünftig sein.

Nicht nur der Markenverband begrüßt die Entscheidung der Europaparlamentarier. Ebenso feierte der Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL) die Absage "als einen Sieg der Vernunft." Der BBL ist erleichtert, dass das Europäische Parlament auch nationalen Alleingängen bei der Lebensmittelkennzeichnung einen Riegel vorschoben hat. „Die Reform der Lebensmittelinformationsverordnung erfüllt damit ihr Versprechen einer europaweiten Einheitlichkeit, die für den europäischen Binnenmarkt so wichtig ist. Von dieser Entscheidung werden Verbraucher und Wirtschaft gleichermaßen profitieren", erklärte BLL-Hauptgeschäftsführer Professor Matthias Horst. mir
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