Neckermann greift mit "Online-Mall" Amazon und Quelle an

Freitag, 31. Oktober 2008
Screenshot der Neckermann-Seite
Screenshot der Neckermann-Seite

Neue Marken, neue Handelspartner: Der Versandhändler Neckermann, Frankfurt, will mit dem Ausbau seiner E-Commerce-Aktivitäten neue Kunden gewinnen und eine breitere Produktpalette anbieten. Beworben wird das Ganze von einer Onlinekampagne. Das Frankfurter Unternehmen erhofft sich davon vor allem eins: raus aus der Verlustzone. Bislang arbeitet Neckermann mit 50 Handels- und Markenpartnern zusammen. 2009 soll diese Zahl auf 116 steigen. Die Frankfurter wollen insbesondere das Angebot bei Mode, Technik und Wohnaccessoires ausbauen. Ein erster Schritt ist die Partnerschaft mit der Fotovista-Tochter Pixmania, ein Anbieter von Foto- und Videoausrüstung. Durch diesen strategischen Zusammenschluss sollen über 10000 Artikel schrittweise auf Neckermann.de integriert werden. Damit greift der Versandhändler Konkurrenten wie Amazon und Quelle an.

Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft wird der Ausbau der Online-Plattform mit einer Internet-Werbekampagne (Kreation: Pilot, Hamburg) beworben. Ab 3. November werden vier Wochen lang auf Portalen wie Web.de, Gmx, Yahoo und Neu.de sowie in Online-Ablegern von Frauen- und Unterhaltungsmagazinen Banner in Form von würfelähnlichen Logos geschaltet. Wie Neckermann-Marketingchef Torsten Waack gegenüber der "FAZ" verriet, investiert das Versandhaus eine "hohe sechsstellige Summe" in die Kampagne.

Neckermann versucht derzeit mit Stellenabbau und Sanierungskonzept aus den roten Zahlen herauszukommen. Im laufenden Jahr hat das Unternehmen rund 400 Mitarbeiter entlassen. Bis 2010 will Neckermann wieder Gewinn machen. jm
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