Nahost-Krise beeinträchtigt Reisebranche

Mittwoch, 18. Oktober 2000

Die geplante Kampagne des israelischen Tourismusministeriums liegt bis auf weiteres auf Eis. Mit Aufflammen der kriegerischen Auseinandersetzungen in Nahost gilt Israel als unsicheres Reiseziel. „Wir haben die Anzeigenbuchungen bis Jahresende beziehungsweise Anfang des nächsten Jahres geschoben“, sagt Detlef Wildermuth von der Agentur Wohlrath Wildermuth, die mit dem 13-Millionen-Mark-Etat betraut ist. Doch das Werbeziel, Israel als Ort von Spaß und Erholung zu präsentieren, ist schlagartig ad absurdum geführt worden. „Es macht keinen Sinn, jetzt on Air zu gehen“, sagt Wildermuth. Eigentlich sollte der auf den deutschen Markt zugeschnittene Auftritt im November offiziell starten (HORIZONT 40/2000). Das Thema Sicherheit in der Werbung aufzugreifen, plant Wildermuth nicht, da er diesen Aspekt für unglaubwürdig hält. Auch Martina Beckmann vom israelischen Verkehrsbüro glaubt, dass dies schwer zu vermitteln ist: „Das Thema ist komplex. Es müsste erst untersucht werden, wie so etwas in der Werbung eingebaut werden könnte.“
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