Nachhaltigkeit: CSR-Kommunikation von Unternehmen oft defizitär

Donnerstag, 10. Januar 2013
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Die Deutsche Post, Henkel und Bayer machen richtig, was viele Unternehmen offenbar noch nicht können: Sie kommunizieren ihre Nachhaltigkeitsarbeit erfolgreich im Internet. Das ist das Ergebnis der Studie "Corporate Social Responsibility Benchmark 2012" der Unternehmensberatung Net Federation in Köln. Net Federation untersuchte in der Studie die CSR-Webseiten von 100 deutschen Unternehmen in den Kategorien Strategie, Markt/Gesellschaft, ethische Werte, Ökologie, Soziales, Social Media und Service. Anhand der Ergebnisse der Untersuchung erstellten die Forscher ein Ranking, an dessen Spitze die Deutsche Post, Henkel und Bayer stehen. Die Internetseiten der Benchmarker sind laut Studienergebnis übersichtlich, umfassend und detailliert aufbereitet.

Das kann man von vielen anderen CSR-Webseiten deutscher Firmen noch nicht sagen. Zwar besitzen mehr als zwei Drittel (67 Prozent) aller befragten Unternehmen einen eigenen Arbeitsbereich, der die CSR-Arbeit koordiniert und formulieren dazu konkrete Ziele (77 Prozent), aber nur etwas mehr als die Hälfte (56 Prozent) messen den Erfolg ihrer CSR-Arbeit.

Die Sparte Umweltschutz ist ein Thema, das dieses Problem deutlich zeigt. 80 Prozent der Unternehmen thematisieren Umweltschutz auf ihren Internetseiten. Ökologische Kennzahlen zur Nachhaltigkeitsarbeit in dieser CSR-Kategorie nennen aber nur 40 Prozent. Aus diesem Grund verliert die Erfolgsmessung an Glaubwürdigkeit und Transparenz, so das Studienergebnis.

Zu selten kommt außerdem der Vorstand vieler Unternehmen bezüglich der CSR-Themen zu Wort. Nur bei 32 Prozent der befragten Unternehmen ist auf der CSR-Website ein Statement des Vorstands zu finden. Auch direkte Ansprechpartner zum Thema CSR für Presse und Kunden gibt es kaum. Nur 30 Prozent der Unternehmen geben ihrer CSR-Kommunikation mit einem dafür zuständigen Mitarbeiter ein Gesicht. mehr zur Studie auf. hor
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