Nach geplatzter Übernahme: T-Mobile zieht AT&T durch den Kakao

Donnerstag, 10. Mai 2012
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Für die Deutsche Telekom brach Ende 2011 eine kleine Welt zusammen: Satte 39 Milliarden US-Dollar sollte der Verkauf von T-Mobile USA in die Kassen der Bonner spülen. Doch der US-Konzern AT&T ließ die geplante Übernahme platzen. Jetzt scheint die US-Tochter der Telekom den Beinahe-Partner AT&T wieder als echten Konkurrenten zu identifizieren. In der neuen TV-Kampagne von T-Mobile bekommt AT&T jedenfalls ganz schön sein Fett weg. In dem von Publicis in Seattle entwickelten 30-Sekünder vergleicht T-Mobile sein schnelles 4G-Datennetz mit dem des Konkurrenten. Die Kernbotschaft, dass es dabei erhebliche Qualitätsunterschiede gibt, versucht die Mobilfunkmarke am Beispiel eines Motorradrennens rüberzubringen. So steht der Fahrer der antiken - und entsprechend lahmen - Maschine, die auf dem US-Highway kaum vorwärtskommt, für das mobile Surfen mit AT&T. Der superschnelle Flitzer, der scheinbar mit Lichtgeschwindigkeit an der lahmen AT&T-Ente vorbeisaust, repräsentiert das schnelle 4g-Netz von T-Mobile.

T-Mobile nutzt außerdem das Internet, um US-Verbraucher von seinem schnellen Netz zu überzeugen. Am Ende des TV-Spots macht das Unternehmen auf eine Kampagnen-Website hin, auf der User das T-Mobile-Netz am Beispiel des iPhone 4S mit denen der Konkurrenten vergleichen können. mas
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