Nach dem Paris-Hilton-Vergleich: Barack Obama revanchiert sich bei McCain

Dienstag, 05. August 2008
McCains Wahlspot vergleicht Obama mit Britney Spears (Den Spot gibt´s im Kasten Kreation)
McCains Wahlspot vergleicht Obama mit Britney Spears (Den Spot gibt´s im Kasten Kreation)

Im Kampf um die US-Präsidentschaft lassen die Kontrahenten keine Gelegenheit mehr aus, sich gegenseitig zu diffamieren. Das gilt vor allem für die Wahlwerbung. Nachdem der republikanische Kandidat John McCain in der vergangenen Woche seinen demokratischen Widersacher  Barack Obama in einem TV-Commercial hart angegriffen hatte, schlägt dieser nun zurück.
In einem aktuellen Wahlwerbespot Obamas wird McCain als Handlanger der Ölindustrie abgestempelt. Das Commercial stellt einen direkten Zusammenhang zwischen den von McCain angekündigten Steuerentlastungen für Ölkonzerne und deren Spenden für McCains Wahlkampagne her.  McCain soll - so wird jedenfalls in dem Spot behauptet - Zuwendungen in Höhe von 2 Millionen US-Dollar von der Ölindustrie bekommen haben.

Obama positioniert sich in dieser Sache freilich völlig anders. Im Gegensatz zu McCain, der den Unternehmen dem Spot zufolge Steuervergünstigungen in Höhe von 4 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt haben soll,  will Obama die Gewinne der Konzerne stärker besteuern und Familien vor dem Hintergrund der steigenden Preise mit bis zu 1000 Dollar Soforthilfe unterstützen. Das Commercial geht auch auf die Ära Bush ein - während ein Porträt des aktuellen US-Präsidenten gezeigt wird, fordert eine Stimme aus dem Off, dass sich die USA nicht einen weiteren Präsidenten leisten könne, der in der Hand der Ölindustrie sei.

Eine Überrschung für McCains Wahlkampfteam dürfte die scharfe Attacke seitens Obama allerdings nicht sein, denn McCain geht mit seinem Kontrahenten ebenfalls nicht zimperlich um. In einem erstmals in der vergangenen Woche ausgestrahlten Spot wurde Obama gar mit den skandalumwitterten Party-Damen Paris Hilton und Britney Spears verglichen. Der Vorwurf: Barack Obama sei nichts weiter als ein unerfahrener Promi-Politiker und nicht in der Lage, ein Land zu führen.
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