Nach Urteil: CMA stoppt, was zu stoppen ist

Donnerstag, 05. Februar 2009
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Die Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA) drückt nach dem Versiegen ihrer Finanzierungsquelle bei den Werbeausgaben auf die Bremse: "Es wird gestoppt, was zu stoppen ist", sagt CMA-Pressesprecher Michael Wanhoff auf Anfrage von HORIZONT.NET. "Wir dürfen nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts keinen Cent mehr ausgeben, zu dem wir nicht vertraglich verpflichtet sind", so der Sprecher weiter. Die Richter hatten die Finanzierung der Agrarmarketing-Institution über Zwangsabgaben von Landwirten und Unternehmen am Dienstag überraschend für verfassungswidrig und nichtig erklärt.  Abgespeckt wird nun etwa bei der vor zwei Wochen gestarteten Kampagne zum Thema Fleisch-Qualität (Agentur: Print/Heye, München) : Der aktuelle TV-Spot läuft zwar weiter, die begleitenden Print-Schaltungen werden allerdings reduziert. Eine Imagekampagne zum Thema Milch der Agentur Scholz & Friends wird nach Angaben des Sprechers ebenfalls nicht im geplanten Umfang realisiert - der Auftritt fokussiert sich auf Print und Below-the-Line. Folgenreich ist das Urteil der Karlsruher Richter allerdings für den weiteren Verlauf des Jahres. Ob vorgesehene Projekte realisiert werden können, ist fraglich: "Für das 2. Halbjahr ist derzeit keine Planung möglich", so Sprecher Wanhoff. jh   
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