Nach Kredit-Freigabe: Quelle nimmt Online-Werbung wieder auf

Freitag, 10. Juli 2009
Quelle wirbt wieder im Netz
Quelle wirbt wieder im Netz

Der insolvente Versandhändler Quelle ist wieder flüssig. Wie das Unternehmen mitteilt, hat der Vertrag für den Massekredit in Höhe von 50 Millionen Euro die letzten formalen und juristischen Hürden genommen. Alle Verträge zum Massekredit und zum Factoring-Programm wurden den Angaben zufolge bis zum Freitagnachmittag von den beteiligen Parteien unterzeichnet. Die Freigabe des Kredits wirkt sich direkt auf den Geschäftsbetrieb aus. So soll die zuletzt eingeschränkte Online-Werbung, etwa in Form von Bannerschaltungen und SEM-Maßnahmen auf Google, wieder anlaufen. Auch der Hauptkatalog, dessen Produktion sich zuletzt wegen Streitigkeiten mit Dienstleistern verzögerte, soll nach Angaben eines Sprechers zu großen Teilen fertiggestellt sein und in den Versand gehen. Zudem soll die Lieferung von Neuware wieder in gewohntem Umfang über die Bühne gehen. Die Geschäftsleitung erwartet die Wiederherstellung des Geschäftsbetriebes in den Quelle-üblichen Standards bis Mitte nächster Woche.

Der Bund und die Länder Bayern und Sachsen hatten kürzlich beschlossen, der Arcandor-Tochter Quelle über die Kreditanstalt für Wiederaufbau und die Landesanstalt für Aufbaufinanzierung einen Kredit in Höhe von 50 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen, um den laufenden Betrieb aufrechtzuerhalten. Der Vertrag, der erst heute final abgesegnet wurde, sichert Quelle eigenen Angaben zufolge eine Grundfinanzierung des Geschäftsbetriebs. Quelle verfüge nun über die notwendige Liquidität, um die Geschäfte zu stabilisieren und fortzuführen. In den kommenden Wochen soll im Zuge des vorläufigen Insolvenzverfahrens ein Sanierungskonzept erarbeitet werden.  mas
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