Nach Auslagerung der TV-Sparte: Wie Philips künftig große Fernseherlebnisse bieten will

Montag, 28. November 2011
Philips will auch weiterhin für große TV-Unterhaltung stehen
Philips will auch weiterhin für große TV-Unterhaltung stehen

Bei Philips stehen die Zeichen auf Veränderung: Vergangene Woche setzte CEO Frans van Houten seine Unterschrift unter ein Joint Venture mit dem taiwanesischen Unternehmen TPV Technology, das künftig für Herstellung und Vermarktung der TV-Geräte zuständig sein wird. Wie sich dies auf die Markenkommunikation von Philips in Deutschland auswirken wird, erklärte Marketing-Director Markus Brendel gegenüber HORIZONT.NET.
Derzeit wirbt Philips im TV für seine 21:9-Geräte mit dem Slogan "Ihr Fernseherlebnis wird jetzt noch größer". Nach Bekanntwerden der Auslagerung von Philips' TV-Sparte wird sich jedoch mancher Kunde gefragt haben, wie viel Energie und Geld Philips künftig noch in seine TV-Geräte stecken wird. So viel ist sicher: Trotz des Joint Ventures gibt es auch in Zukunft Fernseher - und damit auch Werbung - der Marke Philips.

Markus Brendel, Marketing-Direktor DACH bei Philips
Markus Brendel, Marketing-Direktor DACH bei Philips
Der Konsument werde von diesen Veränderungen allerdings kaum etwas spüren, verspricht Markus Brendel: "Die Fernseher werden in ihren Eigenschaften und Merkmalen weiterhin einzigartig sein und sich als Markenprodukte von Philips auszeichnen. Genau diese Kontinuität werden wir in der Kommunikation beherzigen." Die Federführung für die Marketing-Aktivitäten in den DACH-Ländern wird bei Philips in Hamburg liegen. "So können wir schnell und effizient reagieren und haben direktes Marktfeedback", sagt Brendel

Zuletzt fielen die Reaktionen der Verbraucher nicht wie gewünscht aus: Die Auslagerung der TV-Sparte erfolgt in erster Linie aufgrund von schlechten Zahlen. Für das laufende Jahr sollen die Verluste um 200 Millionen Euro liegen. Ein Image- oder Qualitätsproblem sieht Brendel - zumindest in seinem Verantwortungsbereich - hingegen nicht. Die LCD-Fernseher des Unternehmens verkauften sich in den deutschsprachigen Ländern hervorragend, Handel und Fachmedien hätten auf die Entwicklung des Unternehmens positiv reagiert. Dennoch werde man in der Kommunikation auf allen Kanälen weiter in die Offensive gehen: "Um unsere Zielgruppen künftig noch besser zu erreichen, werden wir noch stärker Produkteigenschaften kommunizieren und dabei sehr zielgruppenspezifisch agieren", sagt Brendel.

Wer künftig den Hut bei der Kreativ-Arbeit in der Markenkommunikation auf hat, ist derzeit noch unklar: Wie HORIZONT.NET im Juli meldete, ließ das Unternehmen um seinen globalen Kreativ- und Mediaetat pitchen. Über den Stand der Dinge sagt Brendel nur: "Wir sind derzeit noch im Entscheidungsprozess über die zukünftige Zusammenarbeit mit möglichen Agenturen." Bislang wurde Philips von DDB (Kreation) und Carat (Media) betreut. ire
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