Myfab demokratisiert den Möbelkauf

Montag, 28. September 2009

Schon die Idee der inzwischen auch hierzulande erfolgreichen Online-Shopping-Clubs kam zunächst aus Frankreich. Von dort kommt nun auch ein White-Label-Portal, das Möbel ohne Logo und Zwischenhandel anbietet. Myfab, englisch für "meine Fabrik", will in Deutschland Design-Möbel ohne Zwischenhändler über das Internet deutlich günstiger anbieten. Das Portal für Designmöbel spart den stationären Handel ein und liefert direkt ab Fabrik ins heimische Wohnzimmer. Die Produktion auf Nachfrage soll Überproduktion ausschließen. Bereits zum Launch in Deutschland bietet Myfab über 200 Produkte an. Deutschland-Chef ist Jesper Wahrendorf. Er war zuvor Leiter Business Development Neue Medien bei Otto.

Statt aus einem festen Warensortiment auszuwählen, entscheidet der Kunde mit, welche Produkte angeboten werden. Die Produkte mit den meisten Stimmen werden dann auf der Webseite zum Verkauf angeboten. Myfab sammelt alle Bestellungen während einer Verkaufsaktion und gibt den Auftrag mit der genauen Stückzahl direkt an die Fabrik. Die einzelnen Produktionsphasen und den Transportstatus kann der Käufer jederzeit online einsehen. In das Geschäftsmodell der E-Commerce-Plattform soll unter anderem bereits der Otto-Konzern investiert haben.

Myfab.com wurde im Frühjahr 2008 in Frankreich von CEO Stéphane Setbon gegründet und ist dort seitdem auf einem rasanten Wachstumskurs. Seit dem Launch im April 2008 verzeichnet das Portal wachsende Partner-, Mitglieder- und Umsatzzahlen: auf dem französischen Markt verkaufte Myfab bisher mehr als 100.000 Artikel. Täglich verzeichnet Myfab dort bis zu 50.000 Besucher. ork
Meist gelesen
stats