Munich-Re: Klares Bekenntnis zu Ergo

Montag, 01. August 2011
Ergo bekommt Rückendeckung
Ergo bekommt Rückendeckung

Munich-Re steht weiter fest zu seiner Tochtergesellschaft Ergo. Nikolaus von Bomhard, Chef des weltgrößten Rückversicherers, gibt heute in einem Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" ein klares Bekenntnis zur Assekuranz ab. Ergo verbleibe trotz der zahlreichen Negativ-Schlagzeilen im Munich-Re-Reich.  In den vergangenen Monaten war immer wieder spekuliert worden, der Konzern könne sich infolge der jüngsten Skandale um Sexparty und falsche Riesterverträge von seinem Erstversicherer trennen. Allerdings macht Bomhard deutlich, dass für ihn die Vorgänge "komplett inakzeptabel" sind. Deshalb fährt der Konzern weiter eine harte Linie. "Wo nötig, werden Konsequenzen gezogen, auch über die bereits getroffenen Maßnahmen hinaus", sagt Bomhard im Gespräch mit der "SZ".  Die Ergo unternehme derzeit alles, damit sich solche Fehler nicht wiederholen.  So hat der Konzern inzwischen seine Compliance-Regeln verschärft sowie Veränderungen bei den Verhaltensregeln und Anreizsystemen in Arbeit. Zudem erhält der Vertrieb eine spezielle Aufsicht. Gleichwohl wehrt sich Bomhard dagegen, den Strukturvertrieb unter Generalverdacht zu stellen. "Eine pauschale Verurteilung wäre ungerecht gegenüber der weit überwiegenden Mehrheit der Mitarbeiter, die sich stets korrekt verhalten haben."

Weitere Maßnahmen und Konsequenzen aus den Skandalen wird Torsten Oletzky, Vorstandsvorsitzender der Ergo Versicherungsgruppe, am kommenden Mittwoch präsentieren.

Unklar ist allerdings, ob die Veranstaltung in Düsseldorf ganz reibungslos ablaufen wird. In Facebook ruft derzeit "Die Partei" von Ex-Titanic-Chefredakteur Martin Sonneborn zu einer FB-Party bei Ergo auf. Über 200 Zusagen gibt es bereits. mir
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