Mund-zu-Mundpropaganda ist eine unterschätzte Werbeform

Donnerstag, 13. Mai 2004

Mund-zu-Mund-Propaganda wird bei der täglichen Entscheidungsfindung immer wichtiger: Über 75 Prozent der Verbraucher vertrauen bei der Produktauswahl Empfehlungen von Freunden und Bekannten. Dies ergab eine repräsentative Studie von Media-Lab, Forschungsabteilung der internationalen Mediaagentur Mediaedge:cia, London. Die Studie "Where's Debbie?" wurde bei 10.000 Personen in Großbritannien durchgeführt. Mund-zu-Mund-Propaganda sollte daher als grundlegende Philosophie in allen Bereichen der Marketing-Strategie eingebunden werden, so der Kern der Mediaedge:cia-Studie.

Mediaedge:cia hat innerhalb 21 festgelegter Kategorien (Sport, Urlaubsziele, Mode, Handys) die Personen identifiziert, die häufig Mund-zu-Mund-Propaganda betreiben. Diese aktiven Verbreiter, "Transmitter" genannt, zeichnen sich durch deutliche Verhaltensweisen aus. Sie gehören in ihrer jeweiligen Kategorie zu den starken Verwendern und sind dementsprechend gut informiert. Sie haben ein hohes Markenbewusstsein, achten verstärkt auf Werbung, nutzen die vorhandenen Kommunikationskanäle wie auch das Internet überdurchschnittlich. Transmitter haben ihre eigene Meinung, sind anspruchsvolle Verbraucher und scheuen sich nicht, Empfehlungen auszusprechen.

Die Mehrzahl der Bevölkerung gehört in mindestens einer Kategorie zu den Transmittern, unterscheiden sich aber je nach Produktkategorie stark voneinander - auch in Bezug darauf, was ihr Mitteilungsbedürfnis anregt. Dieser Impuls kann von den Produkten kommen, aber auch von dem Werbeauftritt oder von der Marke selber. ork
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