Mömax liefert Tipp gegen Grapscher

Mittwoch, 04. Juli 2012
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Die Hand des Chefs auf dem Gesäß der Angestellten, sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz - ein Werbespot des Möbeldiscounters Mömax nimmt sich eines heiklen Themas an. Der 25-Sekünder, der im ORF und auf österreichischen Privatsendern noch bis September zu sehen ist, findet ein geteiltes Echo.
Der von der Agentur Demner, Merlicek & Bergmann entwickelte Spot ist Teil der im Mai vergangenen Jahres gestarteten Kampagne „Du bist anders? Dann wohn auch so." Dahinter steht der Gedanke, nicht etwa die Möbel des Unternehmens in den Mittelpunkt zu rücken, sondern Individualität mit mehr oder weniger alltäglichen Themen zu verknüpfen. Dazu zählt etwa die Frage, wie eine Frau ihren Mann dazu bringt, den Müll rauszubringen, oder mit einem Spanner umgeht. Mömax gehört zur Kette der Xxxlutz-Einrichtungshäuser und betreibt Filialen in Deutschland und Österreich.

Im aktuellen Film setzt sich eine junge Frau gegen ihren Vorgesetzten zur Wehr, indem sie Klebstoff auf ihrem Rock verteilt und ihn vor den Kollegen bloßstellt, als der seine Hand nicht mehr losbekommt. Die Zuschauerkritik, wie sie etwa auf standard.at zu finden ist, entzündet sich vor allem an einer Uneindeutigkeit. Appelliert der Spot einfach an das Selbstbewusstsein von Frauen oder wird darin behauptet, sexuelle Belästigungen zu dulden, sei gang und gäbe? fo
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