Modeproduzent Bally meldet starken Umsatz- und Gewinneinbruch

Dienstag, 25. Mai 1999

Einen starken Umsatzeinbruch und einen Betriebsverlust in Höhe von 116 Millionen Schweizer Franken (1997: 2,6 Millionen Verlust) mußte im vergangenen Jahr die Bally-Gruppe, Schönenwerd/Schweiz, vermelden. Der Umsatz sank gegenüber dem Vorjahr um 18,7 Prozent auf 762 Millionen Schweizer Franken. Als Gründe führt der Schuh- und Bekleidungshersteller die bereits 1996 eingeleitete höhere Preispositionierung und die rückläufige Nachfrage als Folge der Asienkrise an. Hinzu kamen, so die Bally Deutschland GmbH, München, erhebliche Restrukturierungskosten. Vor diesem Hintergrund ergriff die neue Geschäftsleitung kurz- und langfristig orientierte Maßnahmen. Die Produktionskapazität wurde von 950.000 auf 500.000 Paar Schuhe gedrosselt, Lagerbestände liquidiert und über 800 Mitarbeiter entlassen. Des weiteren sollen die Wirkungen einer neuen Markenstrategie ab diesem Herbst sichtbar werden. Design, Distribution und Organisation sollen auf eine "professionelle, aktive Zielkundschaft mit modernem Lebensstil" ausgerichtet werden. Diese Zielgruppe will Bally auch mit der im März angelaufenen Printkampagne, die der Fotograf Steven Klein umsetzte, ansprechen.
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