Mode-Studie: Vollsortimenter auf der Verliererseite

Freitag, 27. Juli 2012
Vertikale Modehändler bespielen Flächen selbst. Foto: Marirosa Toscani Ballo
Vertikale Modehändler bespielen Flächen selbst. Foto: Marirosa Toscani Ballo

Schlechte Nachrichten für Warenhäuser wie Kaufhof und Peek & Cloppenburg ( P&C): Sie gehören künftig zu den Verlierern. Das jedenfalls behauptet die Unternehmensberatung Team Retail Excellence (TReE). Ihrer Studie "Strukturwandel Fashion Retail" zufolge werden sich die Umsätze mit Bekleidung der traditionellen Marken-Vollsortimenter 2020 gegenüber 2000 halbiert haben. Im Jahr 2000 hatten laut der Studie die traditionellen Multibrand-Retailer mit 29 Prozent Marktanteil und 9,9 Milliarden Euro Umsatz im stationären Modesegment noch die Nase vorn. 2010 wurden sie von vertikalen Modeanbietern wie H&M, bei denen Design, Fertigung und Warenangebot in einer Hand liegen, mit 10,6 Milliarden Euro überholt. Im letzten Jahrzehnt seien den stationären Multibrand-Händler 25 Prozent Marktanteil verloren gegangen, jährlich hätten im Schnitt 10 bis 15 große Mehrmarken-Flächen geschlossen oder seien zu Shopping-Centern mutiert.

"Omnichannel" heißt das Zauberwort für Wachstum, schließen die TReE-Berater aus ihrer Untersuchung. "Multichannel" habe sich schon überlebt. Nach zwei Jahrzehnten stationärer Expansion sei das Jahrzehnt der Online-Expansion angebrochen. fo
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