Mobilfunker Quam legt seine Träume auf Eis

Mittwoch, 12. Dezember 2001

Quam, der Neuling auf dem Mobilfunkmarkt, stoppt seinen Verkauf und fährt seine Kampagne herunter. "Die Werbung wird nicht komplett gestoppt, das geht technisch nicht", erklärt Susanne Westphal, Director Corporate Communications bei Quam. Das Unternehmen begründet die Maßnahmen damit, dass aus den Netzen von D2-Vodafone und der Deutschen Telekom keine Gespräche durchgestellt werden.

"Wir gehen davon aus, dass sie uns koordiniert das Weihnachtsgeschäft vermiesen wollen", betont Westphal. Bei den Wettbewerbern Viag Interkom und E-Plus funktioniert die Verbindung. Dem spanisch-finnischen Gemeinschaftsunternehmen ist damit der Start gründlich missglückt.

Seit Mitte November bietet Quam seine Dienste an. Mitte Oktober startete das Unternehmen eine groß angelegte Launchkampagne. Mit 30 TV-Spots und zahlreichen Printanzeigen, konzipiert von Jung von Matt, soll das Interesse der Verbraucher geweckt werden. "I have a dream" lautet der Claim.

Die Träume scheint Quam zunächst auf Eis gelegt zu haben. Anfang nächsten Jahres kann es weitergehen. "Von den beiden Unternehmen wurde uns die erste Januarwoche als Termin genannt, wo die Durchstellung klappt", sagt Westphal. Damit dürfte das lukrative Weihnachtsgeschäft für Quam passé sein.
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