Microsoft leidet unter schlechtem Image

Dienstag, 04. April 2006

Der Softwareriese Microsoft hat in den USA ein ausgesprochen schlechtes Image. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Forschungsinstitutes Forrester, das 4700 US-amerikanische Konsumenten nach ihrem Vertrauen in Consumer-Electronics- und PC-Marken befragt hat. Von 22 abgefragten Unternehmen landet Microsoft sowohl in punkto Vertrauenswürdigkeit als auch Markenpotenzial auf dem letzten Platz. Abgestraft werden auch Toshiba, Hitachi, Gateway und LG. Dagegen schneiden die Unternehmen Bose, Dell, Sony, Panasonic und Hewlett-Packard am besten ab. Punkten konnte Microsoft hingegen mit dem absoluten Spitzenwert, was die Verbreitung und Zuordnung von regelmäßig verwendeten Unternehmens-Produkten in Haushalten angeht. Umgekehrt präsentieren sich die Vorzeichen hingegen für Apple. Während der Microsoft-Rivale mit den zweitbesten Vertrauenswerten hinter Lautsprecherspezialist Bose aufwarten kann, ergeben sich die größten Probleme für Apple offenbar durch die nicht funktionierende Marken-Zuordnung von Apple-Produkten durch die Konsumenten. So weisen sich hochgerechnet nur etwa 5,2 Millionen Haushalte als regelmäßige Apple-Anwender aus, obwohl Apple mit über 40 Millionen verkauften I-Pods einen Rekord nach dem anderen bricht. Forrester empfiehlt dem Unternehmen folglich eine Marketingkampagne, welche den I-Pod stärker mit der unternehmenseigenen Marke in Verbindung bringen soll.

Forrester zufolge haben im Vergleich zur Vorgängerstudie im Jahr 2003 mit Ausnahme von Apple und Tivo alle anderen Markenhersteller an Vertrauenswürdigkeit eingebüßt. Das Forschungsinstitut führt dies unter anderem auf ein gesteigertes Preisbewusstsein und den Hang zu billigeren No-Name-Produkten zurück.

Als weiteren Faktor gab Forrester an, dass die Zahl der als Technologie-Pessimisten eingestuften Anwender, die dennoch von Hightech-Produkten Gebrauch machen, in den letzten Jahren stetig im Steigen begriffen ist. Jene Anwender hätten von Natur aus weniger Vertrauen in die erworbenen Produkte, was sich wiederum negativ auf das jeweilige Markenimage der abgefragten Unternehmen auswirke, so die Studie. mas

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