"Menschliches Versagen": Tengelmann räumt Werbefehler ein

Donnerstag, 14. Februar 2013
Nicht wirklich "grün": Die "I´m green"-Plastiktüten von Tengelmann (Foto: DUH)
Nicht wirklich "grün": Die "I´m green"-Plastiktüten von Tengelmann (Foto: DUH)

Tengelmann lenkt im Streit mit der Deutschen Umwelthilfe um seine vermeintlich "grünen" Plastiktüten ein. Der Chef des Mülheimer Handelsunternehmens, Raimund Luig, hat am heutigen Donnerstag in einer Stellungnahme Kommunikationsfehler eingeräumt. Den Vorwurf der Verbrauchertäuschung will er sich aber nicht gefallen lassen.
Die umstrittene Tengelmann-Tragetasche (Foto: DUH)
Die umstrittene Tengelmann-Tragetasche (Foto: DUH)
Stein des Anstoßes sind die sogenannten "I'm green"-Tragetaschen. Auf Plakaten am PoS hatte Tengelmann behauptet, die Tüten seien "biologisch abbaubar". Dazu passte auch der Werbeslogan „Einkaufen mit gutem Gewissen!", der die Kunden von der vermeintlich positiven Ökobilanz der Tragetaschen überzeugen sollte.

Die Deutsche Umwelthilfe warf Tengelmann daraufhin irreführende Werbung vor - und begründete das mit Recherchen, nach denen die als kompostierbar beworbenen Plastiktüten weder biologisch abbaubar noch besonders umweltfreundlich seien.

Nach einer Klagedrohung seitens der Berliner Verbrauerschutzorganisation hat Tengelmann jetzt eine entsprechende Unterlassungserklärung unterzeichnet. In dieser verpflichtet sich das Handelsunternehmen, seine Werbung für die Plastiktüten anzupassen.

Den Vorwurf der Verbrauchertäuschung weist Kaiser's Tengelmann allerdings entschieden zurück. Zwar räumt Raimund Luig, Sprecher der Geschäftsführung, ein, dass die Tüten während einer Testphase "mit einer fehlerhaften Aussage beworben" wurden. "Nachdem wir den Fehler bemerkt haben, wurden die Plakate umgehend aus den Filialen genommen. Dass in einigen Filialen dieser Plakataustausch bis vor kurzem leider unterblieb, ist ganz eindeutig auf menschliches Versagen zurückzuführen, das wir bedauern", so Luig weiter. mas
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