Mehrheit der Deutschen hat Promi-Werbung satt

Mittwoch, 28. April 2010
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Promi-Werbung hat ausgedient. Das jedenfalls behauptet die Hamburger Beratung Faktenkontor und stützt sich auf eine eigens in Auftrag gegebene Umfrage, der nach vier von fünf Konsumenten keine Werbung mit Prominenten mehr sehen wollen. Darüber hinaus scheinen die Kampagnen auch noch wirkungslos zu verpuffen: Die große Mehrheit der Befragten lässt sich von den prominenten Markenbotschaftern nicht beeinflussen. Für Faktenkontor befragte das Marktforschungsunternehmen Toluna online im Februar 2010 1500 Bundesbürger.

Die Antwort auf die Frage, ob noch mehr Werbung mit Prominenten gewünscht sei, war eindeutig: 37 Prozent wollen „auf gar keinen Fall" mehr Stars und Sternchen aus dem Werbeblock strahlen sehen, weitere 42 Prozent „eher nicht". Insgesamt 76 Prozent ist außerdem der festen Überzeugung, dass die eigene Kaufbereitschaft für ein Produkt durch Testimonial-Kampagnen nicht erhöht werde (Top-Two-Box).

Die von Faktenkontor herangezogenen Beispiele belegen die These jedoch nicht uneingeschränkt: Zwar geht aus der Befragung hervor, dass 56 Prozent der Deutschen die Werbe-Allzweckwaffe Dieter Bohlen nicht mit der korrekten Margarine-Marke in Verbindung bringen, aber immerhin knapp 22 Prozent nannten zurecht Becel - ein immer noch ordentlicher Wert in Anbetracht der Tatsache, das Unilever den zugehörigen TV-Spot für Becel pro-activ seit einiger Zeit nicht mehr schaltet.

Comedian Mike Krüger brachten 31 Prozent und damit jeder Dritte mit seinem Werbepartner Hagebau-Markt in Verbindung. Ein Viertel der Befragten glaubte jedoch, Krüger mache Werbung für Hornbach (11,7 Prozent) oder Obi (13,1). mh
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