Media-Round-Table aus kartellrechtlichen Gründen abgeblasen

Donnerstag, 30. August 2007
OWM-Geschäftsführer Joachim Schütz bedauert die Absage
OWM-Geschäftsführer Joachim Schütz bedauert die Absage

Das für kommenden Freitag geplante Round-Table-Gespräch über die künftige Zusammenarbeit zwischen Kunden, Agenturen, Medien ist abgesagt. Es gebe „kartellrechtliche Bedenken“, sagt Joachim Schütz, Geschäftsführer der Organisation Werbungtreibende im Markenverband (OWM) gegenüber HORIZONT. Vertreter des Kundenverbands sowie der Organisation Mediaagenturen im GWA (OMG) wollten sich mit den TV-Vermarktern IP Deutschland und Seven-One Media sowie VDZ-Vertretern zusammensetzen, um über das künftige Mediasystem zu diskutieren. Gemeinsam mit den Share-Rabatten wollen die TV-Vermarkter auch Kickbacks und Naturalspots abschaffen und ein neues Vergütungsmodell für Agenturen etablieren. Im Vorfeld haben nun die Anwälte aller Beteiligten abgewunken. Auch von den Bonner Kartellwächtern soll es „dezente Hinweise“ gegeben haben, dass das Treffen, den Verdacht einer Absprache der Marktpartner nahe legen könnte. Statt am runden Tisch sollen die Gespräche jetzt bilateral geführt werden. Schütz: „Es ist sehr bedauerlich, dass dieses Treffen nicht stattfinden darf. Sich an einen Tisch zu setzen, wäre sehr sinnvoll gewesen.“ Experten zweifeln daran, dass sich grundlegende Veränderungen bereits 2008 durchsetzen lassen, denn die bilateralen Gespräche werden die Diskussion in die Länge ziehen. he

Mehr zur Diskussion um das Mediasystem lesen Sie in HORIZONT-Ausgabe 35/2007 vom 30. August.
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