Max Bahr wird neuen Markenauftritt erst 2013 präsentieren

Donnerstag, 08. November 2012
Auf der Website war der Claim bereits zu sehen
Auf der Website war der Claim bereits zu sehen

Die Nachricht hatte vor gut einer Woche für Wirbel in den Fachmedien gesorgt. Am 2. November hatte der Onlinedienst der Fachzeitung "Werbung & Verkaufen" gemeldet, dass die Baumarktkette ihre Neupositionierung abgeschlossen habe und künftig unter dem neuen Markenclaim "Gefragt. Gesagt. Getan." agiere. Doch stellt die Unternehmensprecherin klar: "Dieser Claim gilt nur bis auf Weiteres. Das kann sich zum eigentlichen Kommunikationsstart 2013 durchaus noch ändern." Der Hintergrund: Die Praktikergruppe befindet sich derzeit in einer großen Rochade seiner beiden Handelsmarken Praktiker und Max Bahr. Der Konzern, der in den vergangenen Jahren mit seiner Hauptmarke Praktiker Marktanteile an den Wettbewerb verloren hat, rüstet derzeit 120 Praktiker-Filialen auf die bisherige Tochtermarke Max Bahr um. Derzeit liegt dabei der Fokus auf den Umbau der Filialen und die Schulung der Mitarbeiter. Das Unternehmen arbeite zwar zusammen mit der betreuenden Kreativ-Agentur VSF&P an einem Markenauftritt, diese sei aber erst 2013 präsntationsreif, so die Sprecherin. Die Kampagne solle Max Bahr im süddeutschen Raum bekannt machen, wo sich die umgerüsteten ehemaligen Praktiker-Filialen befinden. Genaue Details zu dieser Kampagne sind derzeit nicht zu erfahren, doch gilt eine Umsetzung mit vorwiegend regionalen Werbegattungen als wahrscheinlich.

Die Meldung zu den neuen Markenclaim war entstanden, weil Max Bahr jetzt schon seine relaunchte Homepage präsentierte. Hier ist der neue Claim zwar prominent zu sehen, aber offensichtlich behält es sich das Unternehmen noch Änderungen vor, sollte sich der Claim in das noch zu entwickelnde Markenkonzept nicht einfügen. Inzwischen ist der Claim wieder von der Website verschwunden.

Gleichzeitig feilt auch die bisherige Hauptmarke Praktiker an ihrem künftigen Profil. Mit einer Promotion "25 Prozent auf alles ohne Stecker" meldete sich die Kette, die künftig nur noch 100 Filialen umfassen soll, in der eigentlich ausgemusterten Preiswerbung zurück. Noch informationen der "Lebensmittelzeitung" diente diese Promotion vor dazu die Umsatzziele zum Jahresende noch einzuhalten.

In Zukunft soll sich Praktiker nicht nur über Preisaktionen definieren. Die Marke will in ihrem Gesamtsortiment eine Tiefpreispolitik verfolgen. Preispromotions werde es auch in Zukunft geben, sie sollen allerdings nicht mehr die zentrale Rolle in der Kommunikation spielen. Aber der in der Zwischenzeit über eine Werbekampagne mit Boris Becker aufgebaute USP der übersichtlichen Sortimente soll ebenfalls nicht aufgegeben werden. Noch sind die abschließenden Pläne nicht formuliert, aber perspektivisch soll das Praktiker-Sortiment auf insgesamt 20.000 Artikel sinken. cam
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