"Maßlose Forderungen": Markenverband attackiert Edeka

Freitag, 06. März 2009
Der Markenverband wirft Edeka wettbewerbswidriges Verhalten vor
Der Markenverband wirft Edeka wettbewerbswidriges Verhalten vor

Die Übernahme des Discounters Plus durch Edeka bringt für viele deutschen Markenartikler offenbar handfeste Probleme mit sich. Angesichts der massiven Konditionenverbesserungen, die Edeka gefordert haben soll, schlagen die Unternehmen nun Alarm. „Viele Markenhersteller sehen sich existenziell bedroht", warnt der Markenverband. Die Berliner Spitzenorganisation der Markenartikelindustrie wirft dem Handelskonzern vor, die Rechnung für den Erwerb von Plus auf die Markenhersteller abzuwälzen. Ein Akt, mit dem Edeka nach Einschätzung des Verbands seine gestiegene Nachfragemacht missbraucht. Zudem agiere Edeka unpartnerschaftlich sowie „wettbewerbs- und kartellrechtswidrig", so der Markenverband, der notfalls vor Gericht ziehen will, um die Forderungen seiner Mitglieder durchzusetzen.

Edeka hatte Ende 2008 nach einem langwierigen kartellrechtlichen Fusionsverfahren unter Auflagen Plus übernommen und den eigenen Discounter Netto gestärkt. Der Konzern, der jährlich rund 40 Milliarden Euro umsetzt, ist mit einem Marktanteil von über 25 Prozent der wichtigste Handelspartner der Markenartikelindustrie bei Lebensmitteln und anderen Konsumgütern. mas
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