Marktforscher: Automarkt vor Trendwende

Dienstag, 17. Juli 2007

Nachdem die Neuwagenverkäufe im 1. Halbjahr um 9,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurückgingen, könnte es bald wieder bergauf gehen. "Es gibt erste Indizien, dass auch das deutsche Autogeschäft die Trendwende schafft", sagt Konrad Weßner, Chef des Nürnberger Marktforschungsinstituts Puls. Grundlage der Prognose ist eine Befragung von rund 6000 Autokäufern im 1. Halbjahr 2007. Demnach gaben im Juni 44,3 Prozent der Befragten an, in den kommenden drei Monaten einen Neuwagen kaufen zu wollen. Dieser Wert, so Weßner, lag im Mai noch bei 37,1 Prozent und war auch die Monate zuvor deutlich niedriger.

Das geringe Interesse an einem kurzfristigen Neuwagenkauf zwischen Januar und Mai sieht Weßner als Ausdruck großer Verunsicherung: "Die Debatten über CO2-Grenzwerte, Fahrverbote in Innenstädten und Änderungen der Kfz-Steuer haben dazu geführt, dass die Autokäufer erst einmal abgewartet haben." Hinzu kam die Mehrwertsteuererhöhung, die zu vorgezogenen Käufen in 2006 führte. kj

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