Markt für rezeptfreie Medikamente leicht rückläufig

Montag, 14. Februar 2011
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Die Deutschen greifen weniger zu OTC-Produkten. Im vergangenen Jahr ging der Umsatz mit nicht rezeptflichtigen Arznei- und Gesundheitsmitteln in Apotheken, im Lebensmitteleinzelhandel (LEH) und Drogeriemärkten sowie bei Online-Apotheken um ein Prozent auf 7,85 Milliarden Euro zurück. Beim Absatzvolumen fällt der Rückgang noch deutlicher aus. Mit 1,35 Milliarden verkauften Verpackungen liegt dieser rund zwei Prozent unter dem Niveau des Jahres 2009. Das haben die Marktforscher von Nielsen ermittelt.  Stärkster Vertriebsweg bleiben für die Hersteller allerdings nach wie vor die Apotheken, die ein Umsatz von rund fünf Milliarden Euro erzielt haben. Dagegen verzeichnen LEH und Dorgeriemärkte beim Umsatz mit knapp einer Milliarde Euro ein Minus von 2,9 Prozent.

Nach wie vor auf Wachstumskurs ist der Versandhandel. Die Verkäufe über Online-Apotheken legten um 4,5 Prozent auf rund 560 Millionen Euro zu. Vor allem das traditionell eher starke vierte Quartal bescherte den OTC-Herstellern und Pharmaunternehmen im vergangenen Jahr keinen Geldregen. Trotz Erkältungswelle und frühem Wintereinbruch ging die Nachfrage nach Husten-, Grippe-, Schmerzmitteln und Vitaminen zurück. Lediglich Produkte gegen Gelenk- und Muskelschmerzen legten beim Absatz um 2,2 Prozent zu. Insgesamt erwirtschafteten die Unternehmen im Pharma- und Healthcare-Markt über alle Vertriebswege hinweg 39,8 Milliarden Euro. mir
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