Marks & Spencer zieht sich nicht aus Deutschland zurück

Mittwoch, 03. November 1999

Der angeschlagenen britische Einzelhandelskonzern zieht Konsequenzen aus den anhaltend schlechten Geschäftsergebnissen und will künftig kleinere Ladentypen bis zu 1000 Quadratmetern als Ergänzung zu den großen Häusern einführen. In den Läden will sich Marks & Spencer als Sortimente wie Frauenmode und Unterwäsche konzentrieren, in denen das Unternehmen stark ist. Die Eröffnung der ersten Geschäfte soll im 1. Halbjahr 2000 erfolgen. Ob bei dem Start des Pilotprojekts auch Deutschland vorgesehen ist, steht noch nicht fest. Jedoch wird M&S nach der Schließung der Häuser in Dortmund, Essen, Wuppertal und im Frankfurter Nordwest-Zentrum an der Präsenz in Köln und in Frankfurts Innenstadt fest. Die Lage bleibt schwierig. Im 1. Halbjahr 1999 fiel der Umsatz um rund 6 Prozent auf 3,7 Milliarden Pfund, der Vor-Steuer-Gewinn sogar von 337 auf 193 Millionen Pfund. M&S kündigt einschneidende Maßnahmen im Verkauf und im vertrieb an. In den Bereichen sollen bis 2002 jährlich 400 Millionen Pfund eingespart werden. Zudem versucht M&S mit allen Marketingmitteln, die Kunden zu locken. Bei der jüngsten Aktion in Großbritannien erhielten die Kunden beim Einkauf im Wert von 25 Pfund einen Gutschein von 5 Pfund.
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