Marketingkooperationen gewinnen an Bedeutung

Donnerstag, 13. August 2009
Burger King kooperiert mit dem FC Bayern München
Burger King kooperiert mit dem FC Bayern München

In der Krise bündeln viele Unternehmen ihre Kräfte. Markenkooperationen gewinnen an Bedeutung. Seit 2006 hat sich deren Zahl in Deutschland vervierfacht. Allein seit Beginn der Wirtschafts- und Finanzkrise registriert die Berliner Agentur Noshokaty Döring & Thun einen Anstieg um 35 Prozent. Und das wird nicht das Ende sein. Wie die Kooperationsexperten in einer Untersuchung herausfanden, rechnen 65 Prozent der Marketer mit einem weiteren Anstieg. Damit setzt der Gemeinsam-sind-wir-stark-Gedanke, der längst auch im Vertrieb, Einkauf und teilweise in der Forschung- und Entwicklung Einzug gehalten hat, auch im Marketing durch.

Jüngstes Beispiel ist die Zusammenarbeit zwischen Burger King und dem FC Bayern München. Nicht viel älter sind die Kooperation zwischen McDonald's und Coca-ColaMSN und Friendscout und  die Zusammenarbeit zwischen Ergoline und dem Ferienparkanbieter Roompot Ferien.

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Die gestiegene Attraktivität begründen die Marketer vor allem damit, ihren Kunden Mehrwert bieten zu wollen, Zugang zu neuen Märkten und Zielgruppen zu erlangen oder zusätzliche neue Vertriebspunkte zu schaffen.  Das naheliegende Argument in der Krise damit Geld sparen und dennoch den Werbedruck aufrecht erhalten zu können, sehen die Markter nur zu 42 Prozent.  Eine Ansicht, die Markus Pfeiffer, Managing Partner bei der Münchner Markenberatung Vivaldi Partners, nicht überrascht. "Die steigende Zahl der Kooperationen kann aus meiner Sicht nur indirekt mit der Krise in Verbindung gebracht werden." Vielmehr seien die meisten Zusammenschlüsse nur kurzfristig ausgelegte Kommunikations- und Werbekampagnen. Gleichwohl machen für  Pfeiffer und Isabel von Kap-herr, Senior Beraterin bei Noshokaty Döring & Thun, nur dann Sinn, wenn sich Unternehmen durch kompatible und sich ergänzende Ressourcen verstärken.  Daher ist es für von Kap-herr unerlässlich, dass sich die Unternehmen im Vorfeld über die gemeinsamen Ziele, den eigenen Input, die Erwartungen an den Partner ganz klar festlegen. "Die Fehler, die Partnerwahl aus dem Bauch zu treffen, zu wenig zu kommunizieren und zu wenig Geld für die Maßnahme einzuplanen, sollten Unternehmen vermeiden." mir
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