Marketing-Studie: Digitale Revolution fällt aus - vorerst

Donnerstag, 21. Juni 2012
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Camelot Schema Umfrage Harald Münzberg


Das Schema des klassischen Marketings wird sich in absehbarer Zeit nicht ändern. Diesen Schluss lässt eine Umfrage von Camelot Management Consultants und der EBS Business School zu. "Die Digitale Revolution im Marketing lässt weiter auf sich warten", kombiniert Roland Mattmüller, Lehrstuhlinhaber für Strategic Marketing an der privaten Universität, aus den Ergebnissen. Die Befragung von knapp 100 Unternehmen konsumnaher Industrien ergab, dass nur etwa zehn Prozent der Unternehmen digitale Marketing-Initiativen strategisch planen und einer digitalen Strategie folgend umsetzen. Vorhandene Initiativen zielten hauptsächlich auf Crowd Sourcing und Open Innovation ab. Zudem nutzt mehr als ein Drittel der Unternehmen noch überwiegend Standard-Kommunikation wie Internet, e-Mail oder Suchfunktionen. Messbare Wirkungen auf Umsatz und Gewinn werden bei den Vorstößen meist weder erwartet noch realisiert.

Das dürfte vor dem Hintergrund der permanenten Return-on-Investment-Diskusionen Wasser auf die Mühlen von Kritikern des digitalen Hypes sein. Allerding sieht Harald Münzberg, Leiter des Kompetenzzentrums Marketing & Sales bei Camelot Management, die Unternehmen hier in einem Veränderungszwang. "Eine konsequente digitale Öffnung erfordert mehr Ressourcen, als es auf den ersten Blick vielleicht scheinen mag." Das bedeutet, dass Unternehmen andere Strukturen und Prozesse entwicklen müssen. Wem das gelingt, hat einne Wettbewerbsvorteil, "wenn auch eher in Form einer Evolution und keiner Revolution" wie Münzberg sagt. fo/mir

Mehr zur Studie finden Leser in der aktuellen Ausgabe von Horizont, 25/2012
 
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