Markenwirtschaft: Fast jedes zweite Unternehmen stockt Werbebudget auf / Sorge über höhere Rohstoffpreise

Donnerstag, 05. Mai 2011
Christian Köhler
Christian Köhler

Die Markenwirtschaft blickt optimistisch auf die Geschäftsentwicklung im Jahr 2011. Die Mitgliedsunternehmen des Markenverbandes sehen mehrheitlich sowohl die Entwicklung des privaten Konsums als auch die Auslastung der Produktionskapazitäten positiv, das wirkt sich auf die Investitionsbereitschaft aus - auch im Marketing. Größte Herausforderungen sind höhere Rohstoffpreise, zunehmende Marktkonzentration im Handel und fehlender Spielraum für notwendige Preiserhöhungen. Das alles geht aus der Frühjahrs-Konjunkturumfrage des Markenverbandes hervor. „Die Umsatz-, Investitions- und Beschäftigungsentwicklung für das Jahr 2011 wird von der Markenwirtschaft im Frühjahr 2011 optimistisch beurteilt", sagt Christian Köhler, Hauptgeschäftsführer des Markenverbandes. Köhler sieht seit den Wirtschafts-Krisenjahren 2008/09 einen anhaltenden Trend auf Verbraucherseite, sich vermehrt Marken zuzuwenden.

Die Stimmung im Detail: 75 Prozent der Mitgliedsunternehmen rechnen mit einer Zunahme der Inlandsumsätze gegenüber dem Vorjahr. 75 Prozent der Unternehmen mit eigenem Exportgeschäft erwarten auch eine Steigerung der Umsätze im Ausland. Die Entwicklung des privaten Konsums wird von 53 Prozent der Unternehmen als unverändert gegenüber dem Vorjahr prognostiziert, 42 Prozent erwarten hier sogar ein Plus.

Das wirkt sich auch positiv auf die Marketingausgaben aus. Mit 48 Prozent der Mitgliedsunternehmen möchte fast jedes zweite Unternehmen den Werbe- und Kommunikationsetat 2011 unverändert lassen, 42 Prozent planen eine Erhöhung.

Bei der Ertragsentwicklung im Jahr 2011 ist das Bild eher uneinheitlich. Während 28 Prozent der Unternehmen eine positive Entwicklung voraussehen, prognostizieren 44 Prozent keine Veränderung zum Vorjahr. 24 Prozent gehen von einer negativen Entwicklung aus. Hierbei spielen die erwarteten Risiken für das Jahr 2011 eine Rolle, allen voran höhere Rohstoffpreise (für 83 Prozent ein Risiko), verbunden mit geringen Spielräumen zur Weitergabe von Preissteigerungen (48 Prozent); außerdem die zunehmende  Marktkonzentration im Handel (63 Prozent) in Verbindung mit verstärktem Missbrauch von marktbeherrschenden Stellungen (48 Prozent). mh
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