Markenware auf der Reste-Rampe: Woolworth verschleudert S.Oliver-Klamotten

Donnerstag, 12. Juli 2012
Das Anzeigenmotiv von Woolworth
Das Anzeigenmotiv von Woolworth

Für Woolworth ist es ein Lockmittel. Für S.Oliver ein Grund für heftiges Magendrücken. Der Händler verramscht seit heute  9 Uhr rund 200.000 Teile aus der Vorsaison-Kollektion des Bekleidungslabels in seinen 204 Läden in Deutschland. "Markenware zum Schleuderpreis", heißt das Motto. Kleidung und Accessoires gehen zu Preisen zwischen 5 und 39 Euro über die Theke. „Die Aktion ist ein weiterer Beweis dafür, dass wir tatsächlich ‚das billige Kaufhaus’ sind und selbst hochwertige Markenware zu Sensationspreisen anbieten können. Dafür schätzen uns unsere Kunden“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter Dieter Schindel in einem Statement zur Aktion. Dass er damit die Brandmanager von S.Oliver zum Kübeln bringen dürfte, ist ihm herzlich egal. "Viele Verbraucher sind heute nicht mehr bereit, teures Geld für Marken auszugeben. Unser Sortiment und unsere Preise tragen dieser Tatsache Rechnung", sagt der Woolworth-Chef. Das allerdings ist nicht übertrieben. Bis zu 80 Prozent ist die Ware reduziert, die noch die Originaletiketten von S.Oliver tragen. Der Händler will so den Preisunterschied dokumentieren.

Die Aktion wird bundesweit mit Anzeigen in der "Bild" und der "Bild am Sonntag" sowie am PoS und mit den Handzetteln beworben. Die Werbung umgesetzt hat Echopark in Essen. Idee und Konzeption kommen von Woolworth selbst. Im Mai hatte KiK mit einer ähnlichen Aktion bei Wettbewerber Esprit für Verärgerung gesorgt. mir
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