Markenverband sieht Konsolidierung des Markenartikels

Dienstag, 23. Juni 1998

"Die These von der Renaissance der Handelsmarken ist widerlegt, die Markenartikel sind konsolidiert", so bewertet der Markenverbandsvorsitzende Dr. Manfred Stach, Chef der Deutschen Unilever, die Entwicklung der Markenartikelindustrie im vergangenen Jahr. Der Industrieumsatz an Markenwaren aus deutscher Produktion stieg im vergangenen Jahr um 4 Prozent auf 523 Milliarden Mark. Zu dem Wachstum trug vor allem der Export bei, der um über 7 Prozent auf 186 Milliarden Mark zulegte. Die Inlandsnachfrage erhöhte sich um 2,7 Prozent auf 337 Milliarden Mark. Die Konsolidierung der Herstellermarken stellt der Markenverband anhand der Ergebnisse des zusammen mit AC Nielsen durchgeführten Nachfragebarometers fest. So blieben die für ausgewählte Märkte im Bereich der chemischen Verbrauchsgüter, der Nahrungsmittel und der Haushaltsgroßgeräte errechneten Indizes für die Herstellermarken nahezu konstant, während im vergangenen Jahr zum Teil relativ starke Rückgänge bei den Herstellermarkenzu verzeichnen waren. Bei den chemischen Verbrauchsgütern haben die Herstellermarken derzeit einenAnteil von 85 Prozent, bei den Nahrungsmitteln sind es 72,1 Prozent.
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