Markenverband legt in Debatte um TV-Werbeverbot nach

Dienstag, 08. Juni 2010
Franz-Peter Falke, Präsident des Markenverbands
Franz-Peter Falke, Präsident des Markenverbands

Der Markenverband kämpft weiter gegen das mögliche Werbe- und Sponsoringverbot im öffentlich-rechtlichen Rundfunk. So würde das Verbot den Zugang zu einem hochwertigen Programmumfeld verhindern und vor allem den werbenden Mittelstand schädigen, argumentiert die Berliner Interessenvertretung der deutschen Markenwirtschaft. Nach Meinung des Verbandes ermöglicht Werbung und Sponsoring im öffentlich-rechtlichen Fernsehen den Unternehmen die Belegung eines "einmaligen Qualitätsumfeldes". Die Marken könnten von einem "seriösen und glaubwürdigen Programmumfeld" profitieren. Mit einem Verbot oder einer Beschränkung gehe den Firmen positive Imagewirkungen verloren.

Weiterhin erlaubt die Struktur der ARD aus Sicht des Markenverbands "regionale Werbemöglichkeiten, die so von privaten Sendern nicht geboten werden" könnten. Diese Belegung sei vor allem für mittelständische Unternehmen interessant, die es sich nicht leisten könnten, national zu werben. Franz-Peter Falke, Präsident des Markenverbands, erwartet daher von den zuständigen Ministerpräsidenten eine "Politik mit Augenmaß".

Der Markenverband stützt sich in seiner Argumentation auf einer aktuelle Befragung unter 2000 Personen. Diese besagt, dass 80 Prozent die Sponsoringhinweise im öffentlich-rechtlichen Fernsehen als nicht störend empfinden. 87 Prozent der Befragten finden Werbung bei ARD und ZDF in Ordnung, wenn sich dadurch ein Anstieg der Gebühren verhindern lässt.

Für den Präsident des Markenverbands ist es "völlig unverständlich, wie hier ohne Not eine Finanzierungsmöglichkeit der öffentlich-rechtlichen Sender eingeschränkt werden soll, die vom Zuschauer akzeptiert und für diesen von Vorteil ist." Laut Falke ist die Markenwirtschaft auch zukünftig bereit, mit ihren Werbegeldern dazu beizutragen, dass die Rundfunkgebühren nicht weiter steigen. hor
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