Markenverband kritisiert Fusion von Netto und Plus

Dienstag, 01. Juli 2008
Übt Kritik: Franz-Peter Falke
Übt Kritik: Franz-Peter Falke

Die Edeka-Gruppe darf  die Tengelmann-Tochter Plus übernehmen. Das entschied heute das Bundeskartellamt. Durch die Fusion von Netto und Plus entsteht hinter Lidl und Aldi der drittgrößte deutsche Discounter. Franz-Peter Falke, Präsident des Markenverbandes in Berlin, kritisiert den Beschluss. „Die Übernahme führt zu weiteren Konzentrationsprozessen im ohnehin stark vermachteten Lebensmitteleinzelhandel", sagt Falke. Um so mehr begrüßt der Markenverband-Chef die Auflagen, die das Kartellamt den beiden Einzelhandelsriesen macht. Unter anderem muss Tengelmann 400 Plus-Märkte verkaufen. Zudem untersagte die Bonner Behörde eine geplante Einkaufskooperation zwischen Edeka und der Tengelmann-Supermarktkette Kaiser's. „Das spricht für eine wachsende Sensibilität der deutschen Kartellbehörden beim Thema Nachfragemacht. Deutschland geht damit europaweit mit gutem Beispiel voran", lobt Falke. Dennoch fordert er zu Edeka zum umsichtigen Handeln auf. „Mit einem Marktanteil von über 30 Prozent ist Edeka jetzt umso mehr gefordert, verantwortungsvoll mit ihrer dominierenden Position umzugehen." mir
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