Markenverband begrüßt Alternative zum Zwangspfand

Mittwoch, 18. April 2001

Der Markenverband in Wiesbaden unterstützt den von Handel und Getränkeindustrie vorgestellten Alternativvorschlag zum Zwangspfand für Einweg-Getränkverpackungen. Das so genannte Anti-Littering-Konzept beinhaltet unter anderem eine Selbstverpflichtung der Industrie, die Quote verwerteter Verpackungen nicht absinken zu lassen. Auch greift das Konzept einen alten Vorschlag der Arbeitsgemeinschaft Verpackung und Umwelt auf, nicht weniger als 90 Prozent aller Verpackungen zurückzunehmen.

Der Markenverband hält die Zusagen für geeignet, um einen hohen ökologischen Standard bei Getränkeverpackungen zu sichern. Allerdings, so Timothy Glaz, Mitglied der Geschäftsführung, "müssen die Details der freiwilligen Selbstverpflichtung konkretisiert werden". So fordert der Markenverband, die öffentliche Hand aus dem Management einer Anti-Littering-Kampagne herauszuhalten. Zudem müsse gewährleistet sein, dass für das Konzept bereitgestellte Mittel "nur für zielführende Maßnahmen verwendet werden". Schließlich solle das Projekt einen Zeitrahmen abstecken.

Glaz sieht in dem Konzept die Basis für eine Übergangsphase. Sie solle genutzt werden, um als Alternative zum Zwangspfand Anreize zur Wiederverwertung zu schaffen. Die Aussichten auf eine Umsetzung des Anti-Littering-Konzepts beziffert Glaz auf 50 Prozent. Er hofft auf Unterstützung aus den Bundesländern und möglicherweise dem Bundeskanzleramt.
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