Markenstreit: Richard Branson duldet keine anderen Jungfrauen

Mittwoch, 25. Juli 2012
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Wenn es um das Herausfordern alter Platzhirsche geht, hatte Virgin-Gründer Richard Branson noch nie ein Problem, die Rolle des Underdogs zu spielen, der auch mal überkommene Regeln verletzt. Doch jetzt zeigt sich, dass der Multimilliardär längst nicht so locker ist, wenn es um seine eigene Marke geht. Dem New Yorker Mode-Startup I am not a Virgin ließ Branson jetzt die Aufforderung zukommen, das Wort Virgin aus ihrem Namen zu entfernen. In dem Brief räumt Branson zwar ein, dass der Name des Modelabels eine Anspielen  darauf sei, dass das Unternehmen recycelte, also nicht mehr jungfräuliche, Stoffe verwende. Trotzdem vertritt der Virgin-Chef den Standtpunkt, dass allein der Namensbestandteil eine Verbindung zu seiner Marke suggeriere.

In diesem Kampf steht der PR-erprobte Unternehmer allerdings zwei Gegnern gegenüber, die selbst über reichlich Erfahrung in der Kommunikation verfügen. Label-Gründer Peter Heron arbeitete zuvor bei Ogilvy und sein Partner Walt Connelly war vor dem Auftbruch in die Modewelt bei JWT. Und klar ist: Selbst wenn es zuvor keine Verbindung zwischen Virgin und I am not a Virgin gab, nutzen die Gründer des Labels jetzt den Brief zur PR in eigener Sache. in einem Youtube-Clip rufen sie seit dem 16. Juli zu Solidaritätsbekundungen auf, bisher allerdings mit wenig Erfolg. cam
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