Markenstreit: Cisco verklagt Apple wegen Nutzung des Namens iPhone

Donnerstag, 11. Januar 2007

Der IT-Riese Cisco hat beim Bundesgericht in San Francisco Klage gegen den Computerkonzern Apple eingereicht. Der Grund ist die Ankündiguing von Apple-Chef Steve Jobs, im Juni ein Mobiltelefon unter der Marke iPhone auf den Markt zu bringen. Cisco ist eigenen Angaben zufolge seit dem Jahr 2000 im Besitz der Namensrechte und hat über sein Tochterunternehmen Linksys erst im Dezember eine Reihe von VoIP-Telefonen mit eben diesem Namen vorgestellt. Die Klage hat das Ziel, Apple mit einer einstweiligen Verfügung an der Verwendung des Markennamens zu hindern. "Es gibt keinen Zweifel, dass das neue Telefon von Apple sehr aufregend ist. Aber ohne Erlaubnis sollten sie nicht unsere Marke verwenden", sagt Cisco-Chef-Jurist Mark Chandler. Apple hat mit Cisco zwar bereits über die Nutzung der Namensrechte verhandelt, doch laut Chandler wurden die Gespräche ohne Ergebnis angebrochen. Cisco dürfte nicht bereit sein, den Namen ohne weiteres aufzugeben. "Das heutige iPhone ist nicht das iPhone von morgen", sagt Chandler. Das Potenzial für das Zusammenwachsen von Festnetz, Mobilfunk und Computer sei grenzenlos und deshalb sei es für Cisco wichtig, den Markennamen zu verteidigen. Apple ist dagegen optimistisch, als Sieger aus dem Streit hervorzugehen. "Die Markenrechtsklage von Cisco ist unklug und deren Recht an der Marke vor allem sehr dünn", kommentiert Apple-Sprecherin Natalie Kerris. "Es gibt schon einige Unternehmen, die den Namen iPhone für VoIP-Produkte verwenden. Wir waren jedenfalls die ersten, die ein Mobiltelefon so nannten. Wenn uns Cisco allerdings herausfordern will, so sind wir sehr zuversichtlich, dass wir gewinnen werden", so Kerris. mas
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