Markenrechtsstreit mit Apple: Weltkonzern macht Zugeständnisse an "Apfelkind"

Freitag, 01. März 2013
Die "Apfelkind"-Homepage mit dem umstrittenen Logo (Bild: Screenshot apfel-kind.de)
Die "Apfelkind"-Homepage mit dem umstrittenen Logo (Bild: Screenshot apfel-kind.de)


Eine Bonner Kleinunternehmerin bietet einem Weltkonzern erfolgreich die Stirn: Seit anderthalb Jahren muss sich die Caféinhaberin Christin Römer in einem aufreibenden Streit um Markenrechte mit Apple herumschlagen (HORIZONT.NET berichtete): Das Logo des Geschäfts namens "Apfelkind" soll dem Apple-Logo zu sehr ähneln. Nun macht Apple offenbar Zugeständnisse. Im September bekam Christin Römer Post von einem Anwalt, der Inhalt des Schreibens ließ wenig Gutes verheißen: Es bestehe eindeutig  Verwechslungsgefahr zwischen "dem überragend bekannten Apfel-Logo unserer Mandantin" - gemeint war Apple - "und der Wort/Bildmarke Ihrer Mandantin." Das Logo von Römers Café "Apfelkind" in der Bonner Südstadt ist ein roter Apfel mit der weißen Silhouette eines Kindergesichts darin.

Seitdem schwelt der ungleiche Streit. Doch erst jetzt schaute sich erstmals ein Vertreter des amerikanischen Konzerns in Römers Café um. Der aus München angereiste Apple-Mann habe Römer, die sich im Interview mit HORIZONT.NET als großer Apple-Fan outete,  Hoffnung gemacht, dass sie ihre Marke nur gering einschränken müsse, wie "Spiegel Online" meldet. "Das Gespräch lief wirklich gut. Apple will sich außergerichtlich mit mir einigen", wird Römer von "Spon" zitiert. Wie die Einigung genau aussehen soll, sei noch nicht klar. Teil des Deals könnte aber sein, dass Römer keine Smartphonetaschen mit dem Apfelkind-Logo herstellen darf.

Noch steht für Römer aber gar nicht fest, ob sie sich überhaupt auf ein Angebot Apples einlässt. Dies hänge letztendlich von den Zugeständnissen des i-Konzerns ab. Außerdem rechnen sie und ihr Anwalt sich nach wie vor gute Chancen aus, dass das zuständige Amt für Patente und Markenrecht in München zu ihren Gunsten entscheidet. Sicher, so Römer laut "Spiegel Online", sei nur eines: Kaufen lasse ich mich nicht." ire
Meist gelesen
stats