Männer des Jahres: Von Schimmelmann, Haller, Döpfner

Mittwoch, 20. Dezember 2006
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Wulf von Schimmelmann, Florian Haller und Mathias Döpfner sind die diesjährigen Preisträger des HORIZONT Award. Der Vorstandsvorsitzende der Postbank, der Hauptgeschäftsführer der Serviceplan-Gruppe und der Vorstandsvorsitzende von Axel Springer werden die Auszeichnung am 18. Januar 2007 vor etwa 900 geladenen Gästen im Schauspiel Frankfurt entgegennehmen.

Postbank-Chef Wulf von Schimmelmann wird für seine Managementleistungen in der Kategorie "Marketing und Marken" ausgezeichnet. "Er hat es verstanden, den Finanzdienstleister mit der klaren Fokussierung auf das Privatkundengeschäft von der Bankenkrise abzukoppeln und Umsatz und Kundenzahl kontinuierlich zu steigern", begründet die Jury die Wahl. Einer der Grundsteine für den Erfolg sei die stringente Markenführung und das Fußball-Sponsoring, das ein zentrales Element der Kommunikation bildet und im Engagement als Fifa-Partner bei der WM 2006 gipfelte. Der 59-Jährige erklärt den Erfolg des Sponsorings auch mit dem frühen Start der WM-bezogenen Aktionen und kündigt eine Fortsetzung des Weges an: "Wir werden dem Thema Fußball auf jeden Fall verbunden bleiben."

Florian Haller erhält von der Jury den Award in der Kategorie Agenturen und Kreation - fünf Jahre nachdem bereits sein Vater Peter Haller, Gründer von Serviceplan, als Agenturmann des Jahres ausgezeichnet wurde. Der Hauptgeschäftsführer von Deutschlands größter unabhängiger Agenturgruppe in München steht für einen% gelungenen Generationswechsel. "In den vier Jahren an der Spitze von Serviceplan ist es Florian Haller gelungen, das Geschäft kontinuierlich auszubauen", lautet die Begründung. "Stärker als andere Agenturen treibt Serviceplan den disziplinübergreifenden Ansatz voran." Der 39-Jährige sieht sich dabei als Teamplayer: "Ich bin Primus inter Pares - und zwar unter immerhin 25 Partnern. Ohne die ist der Erfolg nicht zu erklären."

Das Votum für den Medienmann des Jahres fiel einstimmig auf den Vorstandsvorsitzenden von Axel Springer in Berlin, Mathias Döpfner. Die Jury lobt den "strategischen Weitblick" des 43-jährigen promovierten Musikwissenschaftlers, den Mut, Neues zu wagen, und seine Bereitschaft, "ungewöhnliche Strategien zu wählen". Auch wenn die Übernahme von Pro Sieben Sat 1 Media Anfang 2006 am Kartellrecht scheiterte, befindet sich Axel Springer seit Döpfners Sprung an die Konzernspitze 2002 im wirtschaftlichen Höhenflug. "Wir konkurrieren als deutsche Zwerge zunehmend mit großen Weltkonzernen um die digitalen Wachstumsfelder der Zukunft", sagt Döpfner. Seine Schlussfolgerung: "Darauf müssen wir unsere Geschäftsmodelle einstellen und nicht nur unsere Strukturen, sondern auch unser Denken verändern." Jochen Zimmer

Informationen zu früheren HORIZONT-Frauen und -Männern gibt es hier.
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