Lush: Das Schockexperiment gegen Tierversuche hat jetzt seinen Preis

Freitag, 22. Juni 2012
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Die Szenen, die sich in der Londoner Regents Street im April abspielten, waren für die Passanten schwer zu ertragen. In der dortigen Filiale der Seifen- und Badezusatzmarke Lush spielte die Aktionskünstlerin Jaqueline Traides äußerst realistisch die Rolle der Opfers in einer Serie von simulierten Tierversuchen. Jetzt intensiviert Lush den Kampf gegen Tierversuche mit einem eigenen Preis, der international die Erfolge bei dem Kampf gegen die immer noch übliche Testpraxis feiern soll. Der Wettbewerb, der in Zusammenarbeit mit der britischen Organisation Ethical Consumer konzipiert wurde, will mit einem Preisgeld von 250.000 Pfund einen Anreiz zur Entwicklung alternativer Testmethoden geben und so Tierversuche immer weiter zu reduzieren. In Jahren, in denen kein wissenschaftlicher Durchbruch erreicht wird, wird das Preisgeld aufgeteilt und für Leistungen in fünf nichtwissenschaftlichen Kategorien verliehen. Die erste Preis-Verleihung ist für November 2012 in London geplant.

Für Lush ist das Engagement gegen Tierversuche fester Bestandteil der Unternehmens. "Im Grunde handelt es sich hierbei quasi um eine immerwährende Kampagne, der wir zu bestimmten Zeiten immer wieder Nachdruck verleihen", heißt es dazu aus dem Unternehmen. So sollte die Performance im April auf eine Unterschriftenaktion aufmerksam machen, die das Europaparlament aufforderte, die Kosmetikrichtlinie 2013 (Cosmetics Directive) - und damit ein striktes, EU-weites Vermarktungsverbot für an Tieren getestete Kosmetik - umzusetzen. Gestern, am 20. Juni, konnten die mehr als 350.000 dabei gesammelten Unterschriften in Brüssel übergeben werden. cam
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