Luca de Meo: "Junge Menschen kennen keine Welt ohne das Internet"

Freitag, 04. März 2011
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Volkswagen Hype Digitalisierung


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Der Druck der digitalen Medien auf das Marketing wächst. Er verändert Strategien, Denkweisen, die Anforderungen an Entscheider und das Verhältnis zu den Kunden. Aus dem Hype wird Realität, aus dem Zwang zur Veränderung entsteht Neues. Seit gestern können sich die Leser der Printausgabe von HORIZONT erstmals ein Augmented-Reality-Interview auf ihr Smartphone herunterladen. Luca de Meo, Leiter des Konzernmarketing bei Volkswagen, gibt darin einen Einblick, weshalb die sich gerade der Wolfsburger Konzern mit seinen zehn Marken dem Thema stellt.
"Die Menschen, die nach 1980 geboren sind, haben nie eine Welt ohne Internet kennengelernt. Ab 2018 sind sie in dem Alter, in dem sie relevante Entscheidungen treffen.“ Und diese jungen Zielgruppen sind es, die ihre Entscheidungen für Produkte schnell treffen. Das macht für de Meo den Reiz aus. "Wir sind hier in der Lage, einen Hype zu kreiern, schnell zu sein. Wir reden hier nicht mehr über eine Nische, um nur eine spezielle Nische zu erreichen."

Was diese These stärkt, sind drei Entwicklungen. Zum einen soll die Zahl der verkauften Smartphones in diesem Jahr erstmals die zehn Millionen Grenze überschreiten. Zum anderen rechnen Marktforscher wie die von IDC damit, dass der Absatz von Tablets-PC bis 2012 auf 70,8 Millionen Stück ansteigt. Und dritten setzt sich der Ausbau der technischen Infrastruktur fort. Mehr Bandbreite, weniger weiße Flecken in der bundesdeutschen Netzabdeckung, leistungsfähigere Geräte. Allerdings, und das ist eine der Schattenseiten des always on, noch mehr Medienkanäle.

Das bleibt nicht ohne Folgen für die tagtägliche Arbeit in den Vermarktungsabteilungen der Unternehmen. „Marketeers müssen mehr Themen abdecken. Sie müssen neue Medien einsetzen, sie brauchen neue Kompetenzen, vor allem technologische“, sagt de Meo. Als ein Nachteil für die tägliche Arbeit empfindet das der VW-Vordenker dennoch nicht. Es ist für ihn eher eine Herausforderung: „Die zunehmende Digitalisierung bringt uns dazu, global zu denken. Es gibt keine nationalen und kulturellen Grenzen mehr." mir
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