Lizenz zum Werben: Sony aktiviert James Bond Monate vor dem Filmstart

Dienstag, 04. September 2012
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Sony Xperia Skyfall BamS Lizenz Filmstart Anzeigenstrecke


Der Start des James-Bond-Films "Skyfall" ist zwar erst im November, aber für Sony ist der Geheimagent ihrer Majestät schon jetzt auf öffentlicher Mission. In der aktuellen Ausgabe von "Bild am Sonntag" wirbt der japanische Elektronikkonzern gleich mit einer Anzeigenstrecke von vier Seiten für sein neues Xperia-Line-Up. Die Produktmarke soll in dem neuesten Bondfilm eine prominente Rolle spielen. Die kommunikative Reihenfolge von klassischer Werbung in Filmsponsoring ist eher ungewöhnlich. Denn die Platzierung von Markenprodukten in Filmen hat üblicherweise einen Teasereffekt, der neugierig auf ein Produkt machen soll. Daher wirkt eine Platzierung besonders gut vor dem eigentlichen Produktlaunch und bei etablierten Produkten, die der breiten Öffentlichkeit aus einer neuen Perspektive gezeigt werden sollen.

Die neu designte Xperia-Palette soll aber schon Ende September in den Handel kommen. Damit liegt das Placement deutlich außerhalb der Pre-Launchphase, thematisiert aber eben auch nicht ein schon etabliertes Produkt. Sony hatte in seinem Timing allerdings wenig Spielraum, da das Unternehmen die eigene Modelpalette etablieren will, bevor Apple und Google mit ihren Launches die öffentliche Aufmerksamkeit für sich in Anspruch nehmen.

Mit den auf der IFA vorgestellten neuen Modellen schließt Sony die Erneuerung seines Mobile-Angebots ab, die im Februar nach dem offziellen Ende des Joint-Ventures mit dem schwedischen Hersteller Ericsson begonnen hatte. Sony Mobile steckt jetzt inmitten einer schmerzhaften Umstrukturierung, der bis 2014 rund 15 Prozent aller Stellen im Unternehmen zum Opfer fallen werden. Jetzt will das Unternehmen zur Auffholjagd ansetzen, bei denen vor allem die intensivere Vernetzung mit den Entertainmentsparten von Sony helfen soll. Luft nach oben gibt es dabei mehr als genug: Im 1. Quartal lag Sony mit einem Marktanteil von 4 Prozent bei Smartphones weit abgeschlagen hinter den Marktführern Samsung (31 Prozent) und Apple (24 Prozent). cam 
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