Liqui Moly-Chef Ernst Prost tritt aus dem Rampenlicht

Donnerstag, 24. Mai 2012
Ernst Prost überlässt Reklame künftig anderen
Ernst Prost überlässt Reklame künftig anderen

"Dieser ganze Trubel um mich, die Auswirkungen auf mein Privatleben durch die hohe Präsenz in der Öffentlichkeit habe ich völlig unterschätzt. Ich will in Frieden meine Arbeit machen", sagt Ernst Prost gegenüber HORIZONT.NET. Der 55-Jährige bestätigt damit einen Bericht des "Stern", wonach er nicht mehr als Testimonial seines Unternehmens Liqui Moly auftreten wolle. Das Magazin hat Prost in seiner neuesten Ausgabe interviewt. In dem Beitrag geht es unter anderem um Drohungen gegen seine Mitarbeiter; Prost "pöbelt, mobbt und beleidigt", heißt es in dem Artikel. Schließlich zitiert die Zeitschrift eine interne Mail des Unternehmers, wonach er aufhören wolle, als "Liqui Moly-Vorturner meinen Schädel mit meinen Gedanken und Überzeugungen zum Fenster" herauszuhalten.

Auf HORIZONT.NET-Nachfrage sagt Prost, "unsere Marketingstrategie besteht ja nicht nur aus meinen öffentlichen Auftritten als ,Werbefigur'". Viel wichtiger für den Erfolg des Schmierstoffherstellers seien Qualität "Made in Germany", die Vertriebsaktivitäten in Deutschland und international und "unsere Liebe zu unseren Kunden und zu unserer Arbeit". Creditreform verriet Prost, dass Liqui Moly im vergangenen Jahr 15 Millionen Euro für Marketing ausgegeben hat, davon sieben Millionen für TV-Werbung. fo
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