Lidl startet Werbeoffensive im TV

Montag, 17. September 2012
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Was die TV-Vermarkter freuen wird, dürfte die Stimmung bei den Zeitungsverlagen weiter eintrüben: Lidl kehrt auf breiter Front in die Werbeblöcke zurück. An diesem Wochenende startet der Neckarsulmer Discounter eine große TV-Kampagne. Im Mittelpunkt der Commercials stehen erstmals in der Lidl-Geschichte überhaupt die Non-Food-Produkte des Unternehmens. HORIZONT.NET zeigt den ersten TV-Spot vorab.  

„Erleben Sie Qualität hautnah“, lautet der Slogan, mit dem Lidl die Verbraucher auf sein stetig wachsendes Sortiment an Non-Food-Artikeln aufmerksam machen will. Die TV-Spots, die der Hamburger Stammbetreuer Freunde des Hauses bereits im Juni entwickelt hat, greifen Geschichten aus dem Leben der Zielgruppe auf. Die 20-Sekünder, die von 10-sekündigen  Produkt-Nachklappern unterstützt  werden, sind auf allen reichweitenstarken öffentlich-rechtlichen sowie privaten Programmen zu sehen.

Flankiert wird die TV-Offensive von Hörfunkspots sowie von Werbemaßnahmen im Internet und am Point of Sale. Zudem macht Lidl mit Handzetteln auf sein Non-Food-Portfolio aufmerksam.

„Das Ziel der Qualitäts-Offensive Erleben Sie Qualität hautnah ist es, das bestehende Vertrauen der Verbraucher in die Qualität der Lebensmittelprodukte auf das Sortiment und die Eigenmarken des Non-Food Bereichs auszuweiten“ erklärt Boris Schmarbeck, verantwortlicher Creative Director bei der Agentur Freunde des Hauses, die Lidl seit 2008 betreut.

Die Rückkehr von Lidl in die Werbeblöcke kommt überraschend. Nach der ersten TV-Kampagne im Jahr 2008 hatte Lidl zuletzt etwas auf die Bremse getreten. Der Schwerpunkt in den vergangenen Jahren lag auf POS-Materialien, Handzetteln und Radio-Spots, mit denen Lidl für sein klassisches Food-Angebot warb.

Bei den Zeitungsverlagen dürfte die Rückkehr von Lidl ins TV für lange Gesichter sorgen. Der Discounter hatte in den vergangenen Jahren seine Print-Ausgaben drastisch gesenkt. Sollte Lidl nun weitere Werbegelder aus Print abziehen, würde das die Lage bei den ohnehin unter Druck stehenden Zeitungsverlagen weiter verschärfen. mas
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