Lego besinnt sich nach Rekordverlusten auf klassische Markenwerte / Umstrukturierung im Management

Freitag, 09. Januar 2004

Ein desaströses Weihnachtsgeschäft sowie massive Verluste haben Poul Plougmann, dem stellvertretenden Geschäftsführer und COO des dänischen Spielzeugkonzerns Lego, seinen Job gekostet. Das Unternehmen rechnet eigenen Angaben zufolge damit, dass das Geschäftsjahr 2003 mit einem Rekorddefizit von etwa 188 Millionen Euro abgeschlossen wird. Begründet wird die Entwicklung mit einer "unvorhersehbaren Entwicklung auf den Spielzeugmärkten". So habe der Umsatz 2003 fast stagniert. Zudem ging der Marktanteil von Lego in wichtigen Märkten zurück, mit der Konsequenz, dass der globale Umsatz 25 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres lag.

Als Konsequenz will Lego nun einen "markanten Strategiewechsel" einleiten. Zukünftig will sich der Spielzeugriese wieder auf die klassischen Produkte und Markenwerte zurückbesinnen. Dies sei eine "zeitlose und universelle Idee, für die sich die Verbraucher weiterhin interessieren", ist sich der Konzern sicher. "Unser Ziel für 2004 ist ein Null-Resultat. Das wird schwer zu erreichen sein, aber es ist nicht unrealistisch in Anbetracht der Maßnahmen, die bereits in die Wege geleitet wurden," sagt CEO Kjeld Kirk Kristiansen.

Darüber hinaus wird das Top-Management neu strukturiert und von 14 auf neun Mitglieder reduziert. Kristiansen wird unterstützt von Jesper Ovesen und Jorgen Vig Knudstorp, die verantwortlich für Corporate Finance beziehungsweise Corporate Affairs sind. Daneben bleiben Mads Nipper für die Bereiche Innovation und Marketing, Tommy Gundelund Jespersen für Supply Chain, Henrik Poulsen für die europäischen Märkte sowie Trading, Soren Torp Laursen für die USA, Arthur Yoshinami für Asien und Pazifik sowie Dominic Galvin für Brand Retail verantwortlich. Mads Ryder betreut weiterhin die Legoland-Parks. Der bisherige Chef für Corporate Development, Francesco Ciccollela, verlässt seinen Posten. mas
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